PRO
+ Es gab viele unterschiedliche Teachings (Pharmakologie, Röntgenvorlesung, Wiederholungskurse zur Blickdiagnose). In den Bedside-Teachings wurde die körperliche Untersuchungstechnik vertieft und man in allen Einzelheiten geschult.
+ freundliche Stimmung, netter persönlicher Betreuer
+ Zugang zur Bibliothek
+ Unterbringung im (teuren) Wohnheim auf dem Campus
+ Studientage frei verfügbar
CONTRA
- keinerlei Aufgaben auf Station
Nach einem herzlichen Empfang wird man auf eine Station geschickt und dort sich selbst überlassen. Die ersten zwei Stunden des Tages kann man auf Visite mitlaufen, danach geht jeder auf Station seiner Arbeit nach. Da man keine Medikamente verschreiben darf und auch sonst keine Kompetenzen hat, war es fast unmöglich, irgendetwas Sinnvolles zu tun. Nach meiner ersten Woche auf der Pneumologie bin ich auf die vielgelobte AMU gewechselt. Hier erwartete mich das gleiche: Jeder ist sehr beschäftigt und es interessiert niemanden, was man macht. Ich bin die ersten Tage einer Assistenzärztin gefolgt, was ich aber nach kurzer Zeit aufgegeben habe, da sie typischerweise sehr mit der Administration (telefonieren, Formulare ausfüllen) beschäftigt war und nur die ersten zehn Minuten der Anamneseerhebung am Patientenbett spannend waren. Nach einer weiteren Woche begann ich selbständig, Blut abzunehmen, was zwar die Ärzte/Pflege gefreut hat, aber nur begrenzt sinnvoll war, da in dem Krankenhaus extra professionelle Phlebotomistinnen arbeiten.
Zusammenfassend gab es also nichts für mich zu tun, und es hat auch niemanden interessiert, ob man überhaupt kommt.
Fazit:
Ausser den qualitativ hochwertigen Teachings und Seminaren hatte das Royal Shrewsbury Hospital nicht viel zu bieten.
Bewerbung
6 Monate zuvor über Carol Roberts. Man muss mehrere Zeugnisse und Gesundheitszeugnisse einreichen, nicht allzu aufwändig