Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP, Station
Heimatuni
LMU Muenchen
Kommentar
Das Chirurgie Tertial am CBF teil sich in 8 Wochen Unfallchirurgie und 8 Wochen Allgemeinchirurgie auf. Die Rotationen werden zu Beginn durch die Klinik eingeteilt. Innerhalb der Unfallchirurgie werden zudem Rotationen auf den beiden unfallchirurgischen Stationen (Schwerpunkt Handchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Endoprothetik, Trauma) eingeplant.
Der Tag begann für uns mit Visite ab 7 Uhr, bei der man als PJler gerne mit eingebunden wurde. Man kann teilweise unter Supervision die Patientengespräche führen und untersuchen oder dokumentieren. Normalerweise findet vorher die Frühbesprechung mit allen Ärzten statt, an der allerdings Corona-bedingt nur 1 ÄrtzIn von jeder Station und keine Studierenden teilnehmen durften. Mittlerweile wurde diese Regelung gelockert.
Ab 8 Uhr beginnen die OPs, bei denen oft PJler zum Haken halten gebraucht werden. Hier sollte man sich in der Früh gleich auf die 3 Säle aufteilen. Oft sind das Hüft- und Knie-TEPs, weil hier tatsächlich Hände zum Halten gebraucht werden und wir wegen Corona nicht unbedingt in OPs gehen sollten, bei denen wir nicht auf dem Plan standen. Man hält hier vor allem Haken oder das Bein, was auf Dauer sehr anstrengend sein kann. V.a. bei Hüft-TEPs sieht man wegen des lateralen Zugangs so gut wie nichts und wenn man nicht selber nachfragt wird oft auch nichts erklärt. Nähen darf man eher selten, kommt sehr auf die/den OperateurIn an. Außerdem hilft man beim Lagern vor und nach der OP. Die Stimmung im OP ist vor allem wenn der Chef operiert sehr angespannt. Auf Station müssen nach Visite die Blutabnahmen und Zugänge erledigt werden, die sich hier aber in Grenzen halten. Man macht zudem Verbandswechsel und kann Drainagen und Fäden ziehen. Zudem schreibt man Arztbriefe und Rehaanträge, meldet Konsile an, macht Botengänge. Man kann auch zu den Sprechstunden in der Poliklinik gehen und hier zuhören. Generell war es auf Station meistens entspannt und es gab auch immer wieder Leerlauf. Eine Mittagspause war fast immer möglich. Man bekommt von der Charité für jeden Tag eine Essensmarke über 7€, die man in der Mensa einlösen kann. Montag, Mittwoch und Freitag gibt es eine Röntgenbesprechung. Feierabend konnte man zwischen 15 und 16 Uhr machen.
Besonders positiv habe ich vor allem das junge, nette und engagierte Team sowie die Rotation in die Rettungsstelle empfunden. In der Rettungsstelle bekommt man die Möglichkeit zum selbstständigen Aufnehmen und Untersuchen von Patienten, kann diese im besten Fall mit Therapievorschlag vorstellen und bekommt Feedback. Außerdem bekommt man hier oft die Möglichkeit, Wunden zu nähen. Man kann Dienste mitmachen, wobei man dann eine 1 zu 1 Betreuung hat, was ich deswegen sehr empfehlen kann. Für Nachtdienste gibt es allerdings kein Bett für Studenten, weshalb man nach Hause geschickt wird, sobald es ruhig wird. Für Dienste bekommt man Freizeitausgleich und kann die Tage auch sammeln. Studientage konnte man sich frei in Absprache mit den anderen Studierenden einteilen. PJ-Fortbildungen finden 1x wöchentlich statt. Nahtkurse wurden auch öfter angeboten, hier lohnt es sich Engagement zu zeigen und gezielt nachzufragen.