7:30 Beginn ( Kurz vorher hat man noch sein Essen angekreuzt, das wurde nämlich in den OP gebracht ab ca. 11:30)
ab dann Narkosen
ca. 15:30 Nachmittagsbesprechung ( Dort hat man die Einteilung für den nächsten Tag bekommen und was für OPs anstanden)
Das PJ war wahnsinnig toll! Es war genauso wie mich mir ein PJ-Tertial immer vorgestellt habe. Ich war 3 1/2 Monate im OP und 2 Wochen auf der Intensiv. Das ist aber individuell abklärbar wie man die Zeit verbringen will.
Der Chef ist sehr daran interessiert, dass man eine gute Ausbildung bekommt und das merkt man, er hat sich z.B. extra 1 Stunde Zeit genommen für ein 4 Augen Gespräch um einem die klinische Bedeutung von einigen physiologischen Gegebenheiten aufzuzeigen. Für die Assistenzärzte gibt es Mittwochs immer eine Fortbildung zu der man auch aktiv eingeladen wird.
Wie es in den Wald schallt so kommt es auch wieder heraus. Wenn man Interesse zeigt kann man sehr viel intubieren, auch Doppellumentubi. Ich habe bestimmt um die 150 Intubationen gesammelt. ZVKs und Arterien darf man nach einer gewissen Zeit legen und wenn man sich gut anstellt und der Patient es hergiebt auch Spinale pieken. Ich habe PDK gesehen. Ich durfte sogar ein paar sehr kleine Kinder intubieren.
Man darf in fast jeden Saal, wenn nicht gerade Jungassistenten dort sind und kann auch inerhalb des Tages von Saal zu Saal springen um möglichst viel zu sehen und zu machen.
Es war einfach großartig, ich habe mehr gelernt als sonst jemals im Studium und fühle mich jetzt deutlich mehr als Arzt. Ich würde es JEDEM an Herz legen, der Interesse an der Anästhesie hat und bereit ist sich ein bisschen vorzubreiten. Es war einfach toll nach dem chirugischen Tertial mal richtige Lehre zu erfahren.
Ps. Angeblich kann man auch viel abhängen wenn man das möchte, hat mich aber nie interessiert. Trotzdem kann man auch mal früher gehen wenn nichts mehr zum Einleiten ist oder sich auch mal Studeintage nehmen wenn ein langes Wochenende ansteht.