Ich habe ein ganzes Tertial in Stans absolviert. Da meine Erfahrungen total unterschiedlich waren, schreibe ich zwei getrennte Bewertungen für die AC und die Orthopädie. Jedoch rotiert man in der Regel zwischen den beiden Abteilungen. Ein Einsatz in der interdisziplinären Notfallaufnahme war auch möglich. Bedenken muss man das hohe Arbeitspensum in der Schweiz. In der Regel sind 50h/Woche normal. In Stans kommen zusätzlich Pikett-Dienste dazu. Je nach Besetzung hat man einige Bereitschaftsdienste im Monat. (daher gibt es 1200 Franken: 1000 Gehalt+ 200 Pikettpauschale) Im Pikett muss man als 1. OP-Assistenz fungieren oder Kontrollen der Fahrtauglichkeit mit der Polizei durchführen. Trotzdem war die Zeit eine coole Erfahrung die Arbeitsweise kennenzulernen als auch die schöne Schweiz erkunden zu können. Vom Spital gibt es Mitarbeiterangebote, wo man sich Karten für einige Aktivitäten wie Bergbahnen ausleihen kann.
Pro:
- man kann selbstständig arbeiten, sofern man möchte. D.h. Patienten vorstellen, Visite durchführen, Anordnungen machen bzw. Patienten komplett übernehmen.
- gute Stimmung im Team mit den Assistenzärzten, alle waren sehr dankbar, wenn man Ihnen hilft. Man wird wertgeschätzt für die Arbeit.
- relativ entspannte Zeitplanung, bei guter Besetzung von UAs kann man sich auch mal frei entscheiden was man machen möchte
- In der Notfallrotation kann man auch bei Wunsch Patienten übernehmen
Kontra:
- relativ wenige Fortbildungen gegen andere Stationen
- mehr Lehre wäre schön gewesen
- wenige Möglichkeiten Nähen zu üben
- bei Bewerbung war es unklar, dass man ebenso auf die Orthopädie rotieren muss