Notaufnahme, Station, Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP
Heimatuni
TU Muenchen
Kommentar
Während meines ersten Tertials im praktischen Jahr hatte ich eine äußerst positive Erfahrung. Die Organisation war vorbildlich, wobei frühzeitig klare Informationen zum Ablauf zur Verfügung gestellt wurden. Zunächst war ich 4 Wochen auf der Kardio. Die Einführung begann mit einer Vorstellung in der Frühbesprechung, gefolgt von einer Einweisung durch das Pflegepersonal. Die Assistenzärztinnen inklusive Oberärzte und die Chefärztin involvierten mich in Visiten und Patientenbesprechungen. Ich konnte Anamnesen durchführen, körperliche Untersuchungen vornehmen und vor allem EKGs auswerten. Bei Fragen erhielt ich Unterstützung von den Oberärzten. Einen Patienten durfte ich komplett übernehmen und mit einem Oberarzt kontrollieren. Ich durfte in die Diabetessprechstunde und Ernährungsberatung. Ein Aufenthalt in der Notaufnahme ermöglichte es mir, Patienten eigenständig aufzunehmen und zu betreuen. Ein Highlight war auch mal bei einem Notarzteinsatz mitfahren zu dürfen. Ebenfalls nahm ich an Seminaren und Fortbildungen teil, welche zweimal wöchentlich stattfanden. In der Gastroenterologie verfolgte ich zahlreiche Endoskopien, während ich in meiner einwöchigen Rotation in die Gynäkologie vom OP bis zum Kreißsaal alles miterleben konnte. Besonders hervorzuheben ist die Flexibilität, am Hausdienst teilzunehmen und dafür einen freien Tag zu erhalten. So konnte ich mir einen ganzen Monat freischaufeln. Die Atmosphäre im Team war stets positiv, wobei das Verhältnis mit den meist sehr jungen Kolleg:innen sehr angenehm war. Gelegentliche Blutentnahmen gehörten dazu, jedoch sehr selten. Insgesamt fühlte ich mich nicht ausgebeutet und schätzte die Möglichkeit, jeden Tag mindestens 1 Stunde Mittagessen (welches selbst zu zahlen ist 4,15€/Menü, Salatbar und vegetarisch verfügbar) zu können. Ich erhielt ein monatliches Gehalt von 400 € und hatte eine kostenfreie Unterkunft, ein geräumiges Zimmer mit Aussicht (dafür angeben, dass man woanders eine Wohnung hat, damit man den Mietzuschuss bekommt). Das Wohnheim befand sich in der Nähe des Krankenhauses und bot eine vielseitige Umgebung mit kulturellen Veranstaltungen. Einzig zu erwähnen ist, dass das Zimmer aufgrund der Lage an einer lauten Straße im Sommer warm wurde. Wer grundsätzliche Einblicke in die Innere Medizin und vielseitige Rotationen in alle Stationen schätzt ohne ausgebeutet zu werden sollte ein Tertial in Landshut in Erwägung ziehen.