PJ-Tertial Psychosomatik in Universitaetsklinikum Erlangen (11/2023 bis 3/2024)

Station(en)
Station, Tagesklinik, Ambulanz
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Erlangen
Kommentar
Das Tertial in der Psychosomatik in Erlangen war mein erstes Tertial und ich wurde wirklich positiv überrascht. Ich habe mich ursprünglich für dieses Wahlfach entschieden, weil ich dachte, dass man Psychosomatik in jeder Fachrichtung brauchen kann, aber nach den vier Monaten könnte ich mir sogar vorstellen diese Fachrichtung später selbst einzuschlagen.
Hier eine kurze Zusammenfassung wie das Tertial abgelaufen ist:
Es ist ursprünglich so gedacht, dass man zwei Monate auf der Station und zwei Monate in der Tagesklinik verbringt. Ich habe auf Station angefangen. Hier sind vor allem die essstörungsspezifischen Krankheitsbilder vertreten, es gab aber auch PatientInnen mit PTBS, Depressionen, Angststörungen oder Zwängen. Als PJler darf man an allen Teambesprechungen (davon gibt es in der PSOM verhältnismäßig viele!), der Chefarztvisite am Montagvormittag, den medizinischen Sprechstunden, und Interaktionsgruppen teilnehmen. Wenn man sich gut einbringt und eine Vertrauensbasis mit den PatientInnen aufgebaut hat, darf man auch mal mit in das ein oder andere Angehörigengespräch oder in die Bewegungstherapie. Auch am betreuten Esstisch für die PatientInnen mit Essstörung darf man mal teilnehmen, wenn man freundlich fragt. Generell kann man, wenn man interessiert ist, sehr viele Gruppen (z.B. Skills oder Psychoedukation) besuchen und auch viel für sich selbst lernen. Ich durfte mit der Zeit auch bei Besprechungen dokumentieren und bei der Aufnahme von PatientInnen helfen (körperliche Untersuchung und Anamnesegespräche), was eine sehr gute Übung war. Es gibt auf der Station auch ein Konzept für PostCovid-PatientInnen, da wird es dann meist noch etwas internistischer und man kommt immer wieder auch mit spannenden Fällen aus der inneren Medizin in Kontakt. Man kann für die Wiederholung auch die Vorlesungen besuchen, wenn gerade Vorlesungszeit ist.

In der Tagesklinik gibt es ein geschlossenes Gruppenkonzept, da wird man als PJler einer bestimmten Gruppe zugeteilt und darf bei dieser dann mit in die Gruppentherapien. Hier hat man auch die Möglichkeit bei den Blutentnahmen zu helfen, generell ist das aber kein Muss, da das normalerweise die Pflege übernimmt. In der Tagesklinik hatte ich ein bisschen mehr Leerlauf, aber die Zeit kann man gut nutzen, um durch Psychotherapie-Bücher zu blättern, die es dort in einem allgemeinen Bücherschrank gibt. Auch zu Ambulanzgesprächen konnte ich nach Rücksprache jederzeit dazukommen.

Was mir in der Psychosomatik besonders gut gefallen hat, war das Team und der wertschätzende Kontakt zu den PatientInnen. Ich wurde vom ersten Tag an total nett aufgenommen, die Pflege ist unglaublich freundlich und hilft immer gerne weiter. Mittags geht eigentlich immer jemand aus dem Team in die Kantine und fragt ob man mitkommen möchte. Ich hab mich sehr wohl gefühlt und andersherum auch das Gefühl gehabt, dass meine Hilfe sehr wertgeschätzt wurde. PJ-Unterricht gab es keinen, aber man durfte jede Woche an den internen Online-Weiterbildungen für die TherapeutInnen und das ärztliche Personal teilnehmen. Oft macht die Chefin diese Fortbildungen sogar selbst. Die fand ich persönlich sehr interessant.
Der einzige negative Punkt für mich war, dass ich keinen Zugriff auf das Laufwerk oder die Programme der Einrichtung hatte. Ich konnte also leider weder eigenständig Lehrmaterial anschauen, noch Informationen über die PatientInnen einholen (z.B. Laborwerte oder Therapieverläufe). Mir hat bei Nachfrage zwar immer jemand aus dem Team Sachen geöffnet, ich fand es so allerdings ziemlich aufwendig.
Abschließend kann ich das Wahlfach allen Studierenden empfehlen, die sich für die Konzepte der Psychotherapie und den einfühlsamen/wertschätzenden Umgang mit PatientInnen interessieren.
Bewerbung
Über das PJ-Portal
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Briefe schreiben
EKGs
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
500

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07