Mit einem Tertial in der Anästhesie in der Helios Klinik München West macht man definitiv nichts falsch. Würde es auf jeden Fall wieder machen und weiterempfehlen. Eine kurze Zusammenfassung.
Grundsätzliches: Man fängt im OP an und kann auch auf Intensivstation rotieren, wobei man eigentlich frei in der Einteilung ist. Ich würde je nach Interesse 4-6 Wochen auf Intensivstation empfehlen, da man im OP auf jeden Fall mehr selbstständig machen konnte und auch für das Team eine größere Hilfe war.
Zum Team: Sowohl Ärzte auch auch Anästhesiepflege durch die Bank sehr nett, sodass man eine gute Zeit auf der Arbeit hat, wenn man sich richtig einbringt. Allerdings haben nicht alle gleich viel Lust auf Studenten und Teaching, merkt man dann früher oder später selbst, an wen man sich halten sollte. Man findet aber eigentlich jeden Tag jemanden, der einen gerne mitnimmt, Fragen beantwortet und etwas beibringt.
Zum Arbeitsalltag: Um 7:30 ist Morgenbesprechung im Aufwachraum, danach werden die Säle unter den Ärzten aufgeteilt. Bisschen schade fand ich hier, dass ich am Anfang eigentlich kaum beachtet wurde und mich selbst aktiv darum kümmern musste, wo ich bleibe. Nicht wundern, wenn man zu Beginn nicht automatisch zugeteilt wird, sondern das Ganze selbst in die Hand nehmen muss. Später hat sich das dann auch geändert.
Die Oberärzte sind eigentlich meistens auf dem Gang und wechseln zwischen den insgesamt 8 OP-Sälen, um mal nach dem Rechten zu sehen oder bei schwierigen Einleitungen zu helfen.
Man kann eigentlich jederzeit Mittagessen gehen, es schaut auch niemand auf die Uhr, wie lange man weg ist.
Feierabend ist meistens zwischen 15 und 16 Uhr, früher oder später eigentlich selten. Sollte man aber mal zu besonderen Gelegenheiten früher gehen müssen oder einen Tag frei brauchen, war das aber nach Absprache mit den Oberärzten nie ein Problem.
Zum Aufgabenbereich: Mein Tipp wäre, sich in den ersten zwei/drei Wochen in der Früh einen Saal bzw. Anästhesisten auszusuchen, dem man dann für diesen Tag treu bleibt. Danach würde ich von Einleitung zu Einleitung bzw. von OP zu OP springen, um möglichst viele Einleitungen/Ausleitungen und spannende OPs mitzukriegen. Wenn man sich von Anfang an engagiert einbringt - sprich Medikamente aufzieht, den Patienten an die Überwachung anschließt, benötigte Dinge anreicht, beim Lagern hilft etc. - darf man auch relativ schnell viel Präoxygenieren, Maskenbeatmen, LAMAs schieben und Intubieren. Lokalanästhesie, Arterien und ZVKs durfte ich im OP leider nicht machen, das müssen die meisten Assistenten selbst noch lernen.
Oft wird man von den Oberärzten aufgefordert, Fragen zu stellen - also lieber nicht gedanklich parken, sondern für den Notfall immer eine schlaue Frage parat haben.
Kurz noch zur Intensivstation: Leider konnte ich hier nicht so viel selbst machen, sodass sich die Tage (7:00 - 17:30) öfter mal etwas zu entspannt waren und sich gezogen haben. Es wird morgens ausführlich visitiert, danach werden die Patienten untersucht und die Anordnungen für den Tag aufgesetzt. Natürlich kann man die Patienten mituntersuchen, danach ist es mit der Selbstständigkeit leider vorbei gewesen. Man schaut dann viel über die Schulter, oft hab ich auch einfach Dinge nachgelesen, um etwas zu tun zu haben. Angeblich soll man eigentlich viel Arterien und ZVKs unter Anleitung legen können, leider habe ich davon nichts mitbekommen. Ich würde empfehlen, während der Intensivzeit auf die Herzalarme und Schockräume im Haus mitzugehen, außerdem ein paar NEF-Schichten mitzunehmen, für die man sich auch problemlos eintragen kann. Da man jeden Tag zwei Überstunden macht, kann man einen Tag in der Woche frei nehmen. Insgesamt ist es auf der Intensivstation auch sehr interessant, aber etwas ruhiger als im OP, weil man einfach nicht so viel beitragen kann.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Prüfungsvorbereitung Fallbesprechung
Tätigkeiten
Braunülen legen Eigene Patienten betreuen Patienten untersuchen Punktionen Patienten aufnehmen