PJ-Tertial Unfallchirurgie in Bundeswehrkrankenhaus Ulm (1/2024 bis 3/2024)

Station(en)
OUCH
Einsatzbereiche
OP, Station, Notaufnahme, Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Ulm
Kommentar
8 Wochen hab ich auf der OUCH verbracht.
Ich kann das wirklich niemandem empfehlen. regulär sind 5 PJler für 3 Stationen, 3 OPs und theoretisch die Ambulanz und ZINA gedacht. Dem geübten Mathematiker wird auffallen, dass das nicht so ganz hinhaut. Selbst mit Famulanten kamen wir nie in den Genuss wirklich alles gut besetzen zu können. Wir haben unsere Arbeitsstunden über 3 Wochen protokolliert und hatten im Schnitt (!) 11 (elf) Stunden Anwesenheit pro Tag. BEs sollen in der Theorie vor der 0700 Visite fertig sein (können 3 sein, können aber auch 15 sein). um 0730 ist Besprechung aller chirurgischen Kliniken, 8 Uhr geht OP-Business los. Wenn man Pech hat verpasst man im OP das Mittagessen. Im Gegensatz zu den Operateuren wechselt der Student nämlich nicht sondern bleibt im OP und es wird erwartet beim Umlagern etc zu helfen, sodass die Ärzte dann immer fleißig in ihre Pausen rotieren und man als PJler auch mal bis 18 Uhr im OP steht ohne ihn zu verlassen. Je nach Station ist die Betreuung mal besser, mal schlechter. Die Septische Station (14.3) ist am besten in der Lehre. Hart aber fair würde ich sie beschreiben. die Privatstation (14.2) hat das beste Arbeitsklima aber lernen tut man da nicht allzu viel. Die Endoprothetik (14.1.) ist nicht zu empfehlen. Ich habe noch nie dermaßen unfreundliches Pflegepersonal getroffen (Der Umgang von Pflege zu Patient oder auch von Pflege zu Krankenpflegepraktikant ist katastrophal). Jeden Mittwoch ist auf den Stationen rotierend Chefarztvisite wo durch Studenten auch Patienten vorgestellt werden. Das ist echt gut aber leider fast die einzige Form von Lehre die die OUCH am BWK Ulm anbietet. Ab und zu ist mal ein Vortrag zur Einsatzchirurgie aber das ist selten. Im OP darf man recht viel machen und die Nachschichten sind freiwillig (Sehr zu empfehlen!). Der OP ist nice! Sehr hell, logisch aufgebaut und modern.
Keine Ahnung warum hier in Ulm am BWK der Umgangston zwischen Chirurgie und Anästhesie so garstig ist aber das scheint hier so ein Ding zu sein und wohl eher standard.

Ich empfehle eher kleine Häuser fürs PJ oder Ausland.

Für Zivile PJler:
gibt gut Geld für PJ Verhältnisse hier und es ist sicher auch interessant mal nicht auf Geld oder Personalschlüssel achten zu müssen. Dienstgrade müsst ihr nicht können aber der Umgangston hier mag nicht jedem Zusagen. Insgesamt etwas rauer und derber als in vergleichbaren zivilen Häusern.

Für SanOAs:
Ulm ist in der Chirurgie schon echt groß und wenn ihr nach dem PJ hier her wollt lohnt sich das bestimmt sich hier schon mal einzuarbeiten und seinen Namen ins Spiel zu bringen aber überlegt euch gut, ob ihr schon vor der Assistenzzeit vom Dienstherr zu geknechtet werden wollt (Überstunden werden nicht aufgeschrieben bzw. ist das schlicht nicht möglich weil wir als PJler nicht in der Arbeitszeiterfassung auftauchen dürfen).
Bewerbung
nur über PJ-Portal
Unterricht
Häufiger als 5x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Bildgebung
Fallbesprechung
EKG
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Braunülen legen
Eigene Patienten betreuen
EKGs
Notaufnahme
Patienten aufnehmen
Untersuchungen anmelden
Punktionen
Rehas anmelden
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Chirurgische Wundversorgung
Mitoperieren
Blut abnehmen
Botengänge (Nichtärztl.)
Gipsanlage
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
5
Ansehen des PJlers
4
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
6
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
4

Durchschnitt 2.93