Es gibt zwei Stationen. Man wird einer Station zugeteilt, hilft aber auch auf der anderen aus.
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Die Maria-Theresia-Klinik ist eine allgemeinchirurgische Klinik in München. Ich hatte insgesamt eine schöne Zeit und kann die Klinik überwiegend trotz der Kontrapunkte weiterempfehlen. Mein Interesse für die Chirurgie wurde auf jeden Fall geweckt, was ich nie gedacht hätte. Die Benotung bezieht sich zu meinen Zeiten auf die Station 1.
Pro:
- man ist viel im Op und bekommt dadurch eine gute Übersicht über und ein Verständnis für die viszeralchirurgischen Standardeingriffe, auch wenn man überwiegend bei Schilddrüsen-Ops am Hakenhalten ist.
- das war die bis jetzt stressfreiste Klinik, die ich in meiner Krankenhauspraktikumslaufbahn erleben durfte und es ist wirklich schön erfahren zu können, wie in einem eher kleineren Haus abläuft
- es herrscht meist eine familiäre und freundliche Stimmung und man lernt schnell alle, die in der Klinik arbeiten, kennen
- ab und zu gab es Lücken, in denen man nichts zu tun hatte, ich habe sie zum Selbststudium genutzt, mich auf die Ops vorbereitet oder nähen und knoten geübt oder bin mal so bei den Patienten vorbeigegangen
- ich war auch mal bei der Anästhesie beim Einleiten oder in der Radiologie beim Sonographieren dabei
- im Op kommt man zum nähen (man muss Interesse zeigen und auch einfordern!), das hat wirklich Spaß gemacht
- tolle Lage mitten in München südlich der Theresienwiesen
- im Frühling/Sommer ist weniger los, ich konnte häufiger früher gehen und München und die Umgebung entdecken
Kontra:
- Im Willkommensordner liegt eine Liste mit Seminarthemen zu dem angeblich wöchentlichen Pj-Unterricht Montags 14:00, wie auf auf der Internetseite beschrieben. Am ersten Tag wurde mir von einer Stationsärztin gesagt, dass die Seminare nicht stattfinden, was ich wirklich schade finde, denn in dem Krankenhaus gäbe es meiner Ansicht nach von ärztlicher Seite wirklich Zeit dafür
- es gibt wenig Teaching auf Station und im Op (die wenige Male, die es welche gab, waren aber wirklich gut) , man muss schon sehr aus sich rauskommen, viele Fragen stellen und viel Eigeninitiative zeigen, es wird diesbezüglich wenig auf einen zugekommen
- auf Station 2 habe ich mich manchmal eher wie eine willkommene Arbeitskraft gefühlt, die nur da war um den Ärzten Arbeit abzunehmen, was eher demotivierend war. Zitat: „du könntest uns noch mehr Arbeit abnehmen“ (- dabei ist man doch zum Lernen und nicht zum Arbeiten da! ), hier gab es ein zwei Situationen, in denen ich den Umgangston mir gegenüber als wirklich grenzwertig empfunden habe. (Station 1 dagegen war rein menschlich von der ärztlichen Seite wirklich sehr toll und angenehm, da bin ich jeden Tag sehr gerne hingegangen und habe mich sehr wertgeschätzt gefühlt)
- da es keine Notaufnahme gibt, sieht man selten chirurgische Notfälle (von anderen Kliniken wird manchmal ein akutes Abdomen o.ä. zugewiesen)