Das Tertial ist in 2 Hälften je 8 Wochen aufgeteilt. Die erste Hälfte habe ich zunächst auf Gastro Station verbracht und bin dann noch für 3 Wochen auf eine studentisch geführte Ausbildungsstation gekommen (HIPSTA 2.0). Die zweite Hälfte des Tertials habe ich komplett auf Hämato-Onko Station verbracht.
Ein Highlight war auf jeden Fall die HIPSTA Station, auf der man unter enger Supervision gemeinsam mit anderen PJlern und Pflege-Auszubildenden eine eigene Station führen darf. Das gibt einem die einzigartige Möglichkeit, einen Eindruck von der täglichen Tätigkeit eines Stationsarztes/ einer Stationsärztin zu gewinnen, ohne direkt ganz auf sich allein gestellt zu sein. Außerdem gibt es hier täglich ausführliche fallbezogene Lehre, die so auf anderen Stationen zeitlich gar nicht möglich wäre. Wenn man also in der Gastro PJ macht, würde ich wirklich jedem empfehlen, diese Erfahrung mitzunehmen!
Auf den anderen beiden Stationen waren die Aufgaben relativ ähnlich: Blutabnehmen/ Zugänge legen, Ports anstechen, EKGs schreiben, Patient/innen aufnehmen und teilweise Arztbriefe anlegen. Je nachdem wie viele PJler auf Station sind, kann man das relativ schnell abhaken, alleine war ich teilweise schon länger damit beschäftigt. Es wird aber meist darauf geachtet, dass man bei Visite mitlaufen kann, wo man teilweise auch eigene Patient/innen vorstellen darf. Da ich immer die einzige PJlerin war, war die Zeit, eigene Patient/innen zu betreuen oft etwas knapp - wenn mehrere PJler da sind, sollte das aber gut möglich sein.
Die Assistenzärzt/innen waren immer bemüht, dass man zu interessanten Fällen/Prozeduren dazukommen konnte und wenn man einige Male zugeschaut hat, bestand auch die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen . So konnte ich auf der Hämatologie-Onko gegen Ende regelmäßig Knochenmarkspunktionen und auch eine Liquorpunktion selbstständig durchführen. Das hat die Blutentnahmen dann wieder wettgemacht :)
Was ich auf jeden Fall hervorheben möchte ist, dass alle Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe, super nett und immer dankbar für die Hilfe waren. Die Ärzt/innen haben trotz der vielen Arbeit, die sie selbst haben versucht, einem das Tertial so lehrreich wie möglich zu gestalten.
Bewerbung
Damals noch über das Uni-interne Vergabeverfahren.