PJ-Tertial Unfallchirurgie in Kantonsspital Luzern (2/2024 bis 4/2024)

Station(en)
Ortho/Unfall
Einsatzbereiche
OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich habe im Rahmen meines Chirurgischen Tertials einen Monat in der Unfallchirurgie/Orthopädie verbracht, dafür muss man sich aber über ein gesondertes Sekretariat unabhängig bewerben. Das war wirklich ein Schups ins sehr kalte Wasser, am Montag Morgen wird man einfach in die Schultersprechstunde gesetzt und übernimmt alleine Patienten, macht eine Anamnese und führt diverseste spezifische Tests bei der körperlichen Untersuchung durch, zwar gibt es ein Skript, an dem man sich ganz gut entlang hangeln kann, prinzipiell war ich aber total überfordert und fand es schwierig ohne Unterstützung und Teaching gleich so viel Verantwortung zu übernehmen. Je nach dem mit welchem OA man zusammen gearbeitet hat, kam dieser noch zum Patienten dazu (ggf. mit Nachuntersuchung bei auffälligen Befunden) oder man hat sich nur kurz rückgesprochen, ohne dass der OA den Patienten gesehen hat. Insgesamt gibt es unterschiedliche Teams mit unterschiedlichen Sprechstunden (Knie, Schulter, Hüfte und Trauma) und man rotiert durch die verschiedenen Sprechstunden, behandelt die Patienten nach Rücksprache mit dem OA eigenständig, schaut sich Bildgebungen an und meldet diverse Untersuchungen an. Man lernt in kurzer Zeit wirklich schnell sehr viel, allerdings habe ich mich häufig nicht gut betreut gefühlt, da ich keine orthopädische Vorerfahrung hatte und einfach physisch oft nicht genau wusste, wie die 1000 verschiedenen Tests wirklich durchzuführen waren. Man wird einfach von Anfang an sehr gefordert und muss Aufgaben übernehmen, denen man sich nicht gewachsen fühlt. Man schreibt eigenständig Briefe und muss ggf. länger bleiben, falls man zu Beginn mit seinen Sprechstundenberichten nicht durch kommt, das Pensum ist relativ hoch, wenn etwas nicht passt, bekommt man den Brief zurück und muss ihn korrigieren. Der Tag beginnt um 7 Uhr mit dem radiologischen Frührapport, bei welchem die entsprechende Bildgebung der Patienten durchgesprochen wird. Am Nachmittag um 17.30 gibt es nochmal einen Rapport, wo die Patienten für den OP am nächsten Tag vorgestellt werden. Da man zeitstempeln muss, ist man meist wirklich die 10,5 h pro Tag da, die Sekretärin ist diesbezüglich recht streng. Pro Woche ist man entweder in der Sprechstunde, auf Station oder im OP eingeteilt. Im Op hält man vor allem Haken und muss sich schon sehr engagieren, damit man was gezeigt und erklärt bekommt. Man hat einmal pro WOche Pickettdienst, diese sind aber deutlich entspannter als in der Viszi, man wird eher selten bzw. nur für Kurze OPs gerufen oder muss etwas länger bleiben bis die OPs vorbei sind. Ausserdem hat man ca. 1 Wochenende im Monat auch Pickettdienst, da wird man im Schnitt vermutlich ca. 1-2 Mal gerufen. Die Stimmung im Team ist allerdings sehr freundlich, man darf den Chef duzen und es werden auch Witze gerissen. Mir hat es trotz allem gut gefallen, das Teaching und die Betreuung hätten schon wirklich besser sein können, aber die Stimmung war toll und mit etwas Eigenengagement kann man sich auf jeden Fall eine gute Zeit dort machen. Freizeitmässig ist Luzern super, skifahren, wandern, die Natur ist einfach traumhaft dort. Sonst ist man auch schnell in Zürich, Basel und Bern, es gibt einige Museen, nur feiertechnisch ist es etwas fad.
Wohnheim ist okay, günstig, eigene Toilette, gemeinschaftsküche (ohne Ofen) und Bad, man kommt wenn man möchte in Kontakt mit den anderen UAs.

Bewerbung
ca.8 Monate im Voraus, zuerst keine Stelle, dann 2 Monate vorher hat es doch noch geklappt, weil jemand anderes abgesprungen ist.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Mitoperieren
Briefe schreiben
Poliklinik
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
1200 CHF
Gebühren in EUR
knapp 400 CHF + 60 CHF Anerkennung ggf. 50CHF für Anmelden in der Schweiz

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
2
Unterricht
4
Betreuung
3
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2.27