Mir hat das Tertial im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, wenn man gerne Urologie im kleinen Haus machen möchte, ist man hier auf jeden Fall richtig.
Klinik Pro/Cons:
+ ordentliche Bezahlung von 812€ (+ 100 Euro Inflations Ausgleich im Jahr 2023)
+ Möglichkeit am überregionalen Fitness-/Sport(s)pass (Wellpass) teilzunehmen
+ Ravensburg als cute Stadt mit Kneipen- und Feiermöglichkeiten sowie dem Bodensee und dem Allgäu in unmittelbarer Nähe (die Bodensee Therme mit 30 min Fahrzeit mit Blick über den Bodensee ist sehr zu empfehlen)
+ viele, meist gute tägliche Seminare, die jedoch leider oft ausfallen
+ kurze Arbeitsweg von den WGs ( meistens kommt man trotzdem zu Spät)
+ Weihnachtsfeier/ Sommerfest mit tollen kostenlosen essen und viel leckeren Getränken
- Mensa-Essen mit 95%igem Glutamatanteil, gerade vegetarischen Gerichte wiederholen sich sehr schnell und sind meistens eher schlecht
- da die Unterbringungswünsche leider nicht direkt berücksichtigt werden, kann man leider teilweise mit anderen PJlern /Pflege Schüler untergebracht werden ( manche Menschen sind leider einfach Schweine)
Urologie Pros/Cons:
+ die Pflege/OTAs sind fast alle wirklich richtig nett, Mann hat mit allen ziemlichen Spaß und es lohnt sich, auch mal pflegerische Tätigkeiten zu übernehmen. Denn Sie können wirklich bei vielen Dingen weiterhelfen und dir den Arsch retten.
+ Die Frau vom Chefarzt ist Kinderurologin, mal in die Sprechstunde reinzuschnuppern, lohnt sich auf jeden Fall.
+ je nach chirurgische Motivation darf man wirklich viel assistieren, teilweise bis zur 1. Assistenz bei größeren Operation im kleinen Becken
+ die Assistenten sind wirklich bemüht, dir wirklich viel zu zeigen und und dich wenn sichs anbietet, etwas früher nach Hause zu schicken. Man darf auch zu jedem PJ Unterricht hingehen.
+ Man kann sich selbstständig aufsuchen, ob man in den OP, in die Ambulanz, oder in die Patientenaufnahme gehen möchte. die Ambulanz oder die Patientenaufnahme ist für körperliche Untersuchung, urologische Untersuchungen ( Finger im Po, Mexiko) sowie Ultraschall und Katheter legen auf jeden Fall sehr empfehlenswert.
+ Auch der Chefarzt wirklich nett, er ist bemüht dass du eine tolle Zeit dort hast und und erkundigt sich, wie es bei der läuft
+ ich war einmal mit der gesamten Abteilung beim Bowling sowie mit den anderen Assistenzärzte beim Feiern
+ Wenn man wirklich krank ist, darf man auch nach Hause gehen und es wird nicht als Fehltag angerechnet.
+ Man hat wirklich sehr wenige Blutentnahmen und Viggos zum Legen.
- die ganze Abteilung geht bereits um 11:30 Uhr zum Essen, da die Oberärzte aber die Fähigkeit besitzen, das Essen innerhalb weniger Minuten zu inhalieren, muss dein unterer Ösophagussphinkter nachher mit Röntgen-Schürze beim Doppel-J Wechsel ganz schön kämpfen.
- Der Humor der Oberärzte ist leider gelegentlich etwas grenzwertig, gerade die 1. Woche war sehr sarkastisch. Manche dummen Kommentare muss man gelegentlich herunterschlucken. Zum Glück gewinnt man sich relativ schnell daran und muss sich auch gelegentlich auch mal wehren. Dann kann man mit allen Oberärzten eine gute Zeit haben, die sich wirklich Mühe geben, dass man auch was mitnimmt.
- das niedrigste Glied in der Rangordnung wird leider zum Kaffeekochen abgestellt, mir ist bis heute nicht klar, ob das mehr Scherz oder Ernst ist
- gerade in 1. Woche wird man direkt ins kalte Wasser geworfen, dafür hat man in kürzester Zeit eine Wahnsinns starke Lernkurve. daher auf jeden Fall selbstbewusst an die Dinge heran gehen und versuchen, möglichst viele Dinge selbst ausprobieren zu können.
Im Großen und Ganzen hatte ich eine wirklich gute Zeit dort, es lohnt sich aber auf jeden Fall, sich mit Freunden auf das gleiche Haus zu bewerben. Da es mein erstes Tertial war, war der Anfang ( bis man alle Basics drauf hat) schon nicht ganz ohne.
Bewerbung
PJ- Portal, meist ist bis kurz vor Tertial Beginn noch ein Platz frei