Ich habe 6 Wochen in der Inneren verbracht. Dabei stand mir frei in die Gastro/Endokrino oder Kardiologie zu gehen, bzw. auch spontan zu wechseln., ich war nur auf der Gastro/Endokrino, weil ich mich dort gut eingefunden habe.
Natürlich ist es wie immer sehr davon abhängig an wen man gerät und wie man sich selbst einbringt. Der Tag hat immer mit Blut abnehmen angefangen, da das Haus kein eigenes Labor hat, kamen auch Aufgaben wie Blutproben zentrifugieren und Laborscheine ausfüllen dazu, hat natürlich etwas Zeit in Anspruch genommen, war aber auch kein übermäßiger Akt.
Dann konnte man bei Visite mitlaufen und auch eigene Patienten übernehmen, die man dann selbst visitiert hat und alles dokumentiert hat. Mehrmals die Woche war auch Chefarztvisite, die sehr lehrreich war.
Danach war meistens für uns ein bisschen tote Hose und nicht wirklich was zu tun...Da ich das Glück hatte mit netten anderen PJlerinnen zu arbeiten, haben wir dann dafür meistens die Zeit genutzt unten einen Kaffee trinken zu gehen :)
Bis zum Mittag war die Zeit meistens geprägt von kleinen Jobs, die eben so anfielen (Viggos, Blutkulturen, Blut abnehmen, Aufklärungen.....), war meistens leider nicht so spannend. Wenn es Pleura-/Aszitespunktionen gab, haben sich alle Mühe gegeben es zu erklären und dann durften wir auch unter Anleitung eigentlich immer selbst punktieren, später dann auch ganz ohne Aufsicht. Mittagessen war immer möglich (4Euro Mitarbeiterpreis), danach Röntgenbesprechung und dann nachmittags wieder so die Kleinigkeiten die anfielen. Arztbriefe habe ich (freiwillig) von den PatientInnen, die ich übernommen habe geschrieben, darauf wurde aber nicht bestanden.
Um 16.00 war Nachmittagsbesprechung, das war dann der Zeitpunkt, an dem wir immer gehen konnten. In Einzelfällen auch mal früher, aber vor 15:30 bin ich nie rausgekommen.
Unterricht gibt es im Regelfall 1x die Woche, in manchen Wochen auch 2x. Der Unterricht war immer sehr gut und interaktiv.
Alles in allem waren alle mit denen ich in Kontakt gekommen bin sehr nett, einschließlich der Pflege. Es wurde sich viel Mühe gegeben uns Aufgaben zu geben und uns einzubinden, leider ist die Innere nunmal stark durch Dokumentation/Orga/Computerarbeit geprägt, d.h. in der Zeit wo die ÄrztInnen damit beschäftigt waren, war man eher gelangweilt... Man hatte aber auch immer die Möglichkeit in die Endoskopie und Funktion zu schauen.