Definitiv fragwürdiges PJ-Tertial mit viel Verbesserungspotential. Von einem akademischen Lehrkrankenhaus wie es so schön heißt kann hier eigentlich kaum die Rede sein. Wie PJ-Studierende auf der Station 3.1 eingesetzt werden, ist mit den eigentlichen Zielen und Inhalten des Praktischen Jahres meiner Meinung nach nicht vereinbar. Mein Tätigkeitsbereich beschränkte sich weitestgehend auf Blutentnahmen, ärztlichen und vor allem nicht-ärztlichen Hilfstätigkeiten und Dokumentationsaufgaben sowie Haken halten im OP. Dabei kamen eine fachärztliche Betreuung oder Rückmeldung regelmäßig zu kurz, es gab keine Zeit für Lehre und die Eingliederung ins Ärzteteam war mangelhaft. Auch menschlich war der Umgang sehr paradox. Wenn man seinen Mund hielt, nichts hinterfragte und alle Aufgaben erledigte, gab es mal ein freundliches Danke oder man wurde großzügig eine halbe Stunde früher in den Feierabend entlassen. Hat man jedoch einmal Lehre eingefordert, änderte sich die Stimmung.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich nicht das Gefühl hatte, auf dieser Station zum Arzt ausgebildet zu werden und ich glaube auch nicht, dass ich in den letzten ca. 3 Monaten Fortschritte auf meinem Weg zum Mediziner machen konnte.
Leider eine komplette Zeitverschwendung im Rahmen meiner ärztlichen Ausbildung.