Ich habe mein Wahltertial in der Augenheilkunde des Marienhospitals absolviert. Es ist ein kleines, aber rundum sehr sehr freundliches Team.
Man ist als PJler hauptsächlich in der Ambulanz - hier kann man auch am meisten tun, kann jedoch auch immer in den OP oder auf Station, wenn man will. Mitoperieren ist in der Augenheilkunde leider nicht möglich, da die Operateure in der Regel alleine operieren, aber man kann sich mit ans Mikroskop stellen und Fragen zu den OPs stellen.
In der Ambulanz habe ich mit Abstand die meiste Zeit verbracht. Am Anfang wurde ich erstmal in Begleitung einer Assistenzärztin eingearbeitet und habe vor allem zugeschaut und die apparative Diagnostik erlernt. Später konnte ich dann - sofern ein Raum frei war - auch immer Patienten selbst untersuchen und für die Oberärztinnen vorbereiten. Für die apparativen Untersuchungen (OCT, Gesichtsfelder, Fundus-Fotos, …) ist man jedoch trotzdem noch meistens verantwortlich, an vollen Tagen kann das schonmal sehr stressig und aufwendig sein. Das Vorbereiten der Patienten hat jedoch super viel Spaß gemacht und von den Oberärztinnen/dem Chefarzt hat man immer sehr nettes Feedback bekommen, gemein war zu mir während des ganzen Tertials nie jemand.
Wenn ich gewollt hätte, hätte ich auch schon gegen 13/14 Uhr nach der Vormittagssprechstunde nach Hause gehen können, ich bin jedoch freiwillig fast immer bis zum Ende geblieben. Dafür wurde mir dann auch insbesondere an stressigen Tagen viel Dankbarkeit entgegengebracht.
Es ist wirklich eine super Lernatmosphäre dort, man kann immer alles fragen und kann auch selber viel funduskopieren und sehen.
Ich war während des Tertials eigentlich gar nicht auf Station, zum Kontakt mit der Pflege kann ich daher nicht viel sagen, die MFAs und Sekretärinnen in der Ambulanz waren jedoch auch alle sehr nett.
Mittagessen kriegt man in der Mitarbeitercantine vergünstigt, jedoch hab ich da nie gegessen, weil es immer noch recht teuer ist 😅 In der Pause vor der Nachmittagssprechstunde kann man im Personalraum der Ambulanz auch bequem sitzen und was essen.
Ich kann das PJ hier nur empfehlen, vor allem das Team und deren Umgang mit mir als PJlerin fand ich sehr angenehm. Insbesondere auch das positive Feedback von Assistenten und Oberärztinnen fand ich sehr motivierend. Es ist mir an meinen letzten Tag echt schwer gefallen zu gehen.
Insgesamt also: eine super positive Erfahrung, ich hab hier sehr viel gelernt!