Während meines Tertials bin ich zwischen der Pneumo, Kardio, Nephro, Gastro und Notaufnahme rotiert.
Jeden Tag kommen alle Abteilungen zur Morgenbesprechung zusammen und der Diensthabende berichtet von der Nacht. Anschließend geht man auf seine jeweiligen Stationen.
Die Assistenten rotieren ebenfalls zwischen den Abteilungen. Sie sind alle wirklich super freundlich und nett und nehmen einen sofort als Teammitglied auf. Ich habe wirklich viele Stunden lachend mit ihnen verbracht und konnte unglaublich viel von Ihnen mitnehmen, sowohl beruflich als auch was fürs Leben.
Besonders die jeweiligen Teams der Abteilungen und die Atmosphäre waren das Highlight des Tertials.
Pneumo:
Hier kann man regelmäßig eigene Patienten betreuen, die Oberärzte binden einen in die Arbeit mit ein und teachen viel. Ab und zu kann es etwas fordernd sein, da eine der Oberärzte viel forderte, aber dadurch konnte ich umso mehr lernen.
Der Chef war ebenfalls sehr nett, ist an Lehre interessiert und nimmt sich Zeit für die PJler.
Da die Pneumo im Haus auch viele infektiologische Fälle behandelt, kann man echt spannende Fälle sehen.
Kardio:
Durch das hohe Arbeitspensum muss man hier etwas mehr die Initiative ergreifen, da die Assistenten und Oberärzte beschäftigter sind. Jedoch kann man auch hier viel lernen und wird sehr gut in das Team integriert.
Täglich finden zahlreiche Katheteruntersuchungen statt, bei denen man zuschauen kann. Der leitende OA erklärt einem viel während den Prozeduren und auch die Pflege im HKL ist super nett.
Auf Station kann es ab und zu etwas wuselig werden, aber trotzdem kann und soll man seine eignen Patienten betreuen.
Eine sehr engagierte Assistenzärztin hat mich in die Echokardiographie eingearbeitet und schnell durfte ich selber (vor)schallen und die Berichte schreiben.
Der Chef ist super nett und organisiert regelmäßig morgendliche Fortbildungen für alle Abteilungen und gibt regelmäßigen PJ-Unterricht.
Gastro:
Hier startet der Tag etwas früher als in den anderen Abteilungen. Regelmäßig finden hier endoskopische Untersuchungen statt und wenn man interessiert ist, darf man auch mal selber endoskopieren. Auch hier hat man die Möglichkeit eigene Patienten zu betreuen und kann regelmäßig die Patienten in der Ambulanz schallen.
Die Oberärzte besprechen regelmäßig die Patienten mit den Assis und PJlern und der Lerneffekt ist hier hoch.
Jede Woche gibt es Chefarztvisite in der man seine Fälle vorstellen kann und ab und zu vom Chef ausgefragt wird. Auch er ist super nett und zuvorkommend.
Nephro:
Hier sollte man definitiv eine längere Zeit bleiben. Das gesamte Team betreibt eine super Lehre.
Der Chef und der leitende OA sind super nett, jung und daran bedacht einem etwas beizubringen. Die Atmosphäre in der Abteilung ist angenehm und man auch hier seine eignen Patienten betreuen. Wenn man interessiert ist, wird man vom leitenden OA in die Dialyse eingeleitet und Bedside Teaching steht an der Tagesordnung.
Visiten finden regelmäßig mit dem gesamten Team statt und für Rückfragen ist immer Zeit.
Der Chef bietet den PJlern Probeexamen an und bereitet so alle gut auf das M3 vor.
Notaufnahme:
Die ZNA war definitiv meine Lieblingsabteilung. Die Chefin und die Oberärzte sind alle sehr nett und fair und wollen, dass man wirklich was lernt. Nach einer Eingewöhnungsphase von paar Stunden wurde man sofort überall mitgenommen und paar Stunden später hat man seine eignen Patienten gehabt. Hier kann man wirklich alles machen: Abdomen-US, Echo, DRU, DK Anlage, EKG... einfach alles. Die Oberärzte und Assistenten arbeiten einen ein und beaufsichtigen gegebenenfalls und wenn etwas unklar ist, kommen sie mit und zeigen es einem nochmal. Die Pflege ist auch super cool und unterstützt die PJler wo sie können.
Nach ein paar Wochen ZNA in der Barabara-Klinik ist man mit allen Wassern gewaschen und fühlt sich deutlich sicherer im Umgang mit einigen Dingen.
Auch hier wurde ich vom OA in die Echokardiographie eingearbeitet, die Chefin hat mit mir mehrmals einige Algorithmen besprochen und gezeigt und wiederum eine andere OA hat mit mir regelmäßig Abdomen-US durchgeführt.
Die Orga wird von der PJ-Beauftragen Frau Jackenkroll übernommen. Dank ihr lief immer alles reibungslos und und man musste sich praktisch nie um etwas kümmern.
In der Kantine kann man unbegrenzt viel Essen und alles schmeckt super. Die Mitarbeiter in der Kantine machen alles noch etwas besser :)
Ingesamt war es ein super Tertial und ist jedem zu empfehlen!