Vorab:
Da ich in Österreich studiere, war mein Tertial in 8 Wochen Innere und 8 Wochen Neurologie (separater Bericht) unterteilt. Dadurch habe ich natürlich weniger von beiden Abteilungen gesehen, als es in 4 Monaten möglich ist.
Organisatorisches:
Ich kann mich den vielen Berichten anschließen, die die Organisation gut beschreiben. Alles ist vom ersten Tag an durch Bettina Brandt super organisiert. Alle Zugänge etc. funktionieren und man bekommt einen Überblick über die Klinik. Unterricht inkl. Sono-Kurs jeden Mittwoch Nachmittag, mMn meistens mit guter Qualität.
Onkologie:
Ich hatte eine gute Zeit auf Station 6P. Die Ärzt*innen teilen sich grundsätzlich in eine Häma- und eine Onko-Seite auf. Ich konnte Patient*innen, die zur Aufnahme kamen, untersuchen und anschließend dokumentieren. Am Nachmittag werden die Aufnahmen mit den Oberärzt*innen besprochen, wobei meistens auch ausführlich erklärt wurde. Dabei muss man explizit keine Chemotherapie-Schemata erkären können. Blutabnahmen und Zugänge erledigen grundsätzlich MFAs der Station, Hilfe dabei war aber immer gerne gesehen und ich konnte regelmäßig Ports anstechen. Ich konnte viele Punktionen sehen (Beckenkamm) und teilweise auch selbst durchführen (Aszites, Pleura). Die Assistenzärzte haben dafür oft extra an mich gedacht und mich auch auf Station 6R (Palliativ) mitgenommen. Auf diese kann man auch rotieren, habe ich jedoch nicht gemacht.
Funktionsdiagnostik Gastroenterologie:
Hier habe ich eine Woche "zwischendrin" verbracht. In der Endoskopie wurde ich leider nicht so herzlich empfangen und hatte oft das Gefühl im Weg zu sein. Ich habe aber sicher auch Tage mit schlechter personeller Besetzung und hohem Stresslevel erwischt. Ich habe dann ein paar Tage bei Dr. Staib in der Sonografie verbracht, der unglaublich viel Wissen und Erfahrung über Abdomen-Sonografie vermitteln kann und das sichtlich gerne tut. Er hat die meiste Zeit viel erklärt und wenn genug Zeit war, konnte ich selbst noch schallen.
ZNA:
Für mich eindeutig der beste Teil des Innere-Tertials. Man wird von Anfang an ermutigt, Patient*innen selbst zu sehen, Anamnese und Untersuchungen zu machen und sich Diagnostik/Therapie zu überlegen, bevor man alles mit den Assistenz- und Oberärzt*innen bespricht. Mich persönlich hat es in kurzer Zeit sehr weitergebracht.
Fazit:
Ich kann nur für die genannten Bereiche sprechen, würde ein Tertial in der Inneren bzw. generell am Klinikum Darmstadt aber sehr empfehlen.
Bewerbung
Ca. 1 Jahr vorher bei Frau Brandt via Mail bzw. anrufen (als Externer)