PJ-Tertial Hämatologie/Onkologie in Krankenhaus Siloah (3/2024 bis 6/2024)
Station(en)
B2, C3
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik
Heimatuni
Hannover
Kommentar
Ich kann dieses PJ-Tertial nur wärmstens empfehlen! In der Inneren Medizin im Siloah darf man zwei Wünsche angeben und bekommt meistens nur eine Wunschrotation. Die Hämatologie/Onkologie hatte ich mir zwar nicht gewünscht, habe dort aber effektiv am meisten gelernt. Es war eine aufschlussreiche, teils sehr anspruchsvolle Zeit, die Rotation würde ich jedoch jedem empfehlen, der Interesse an der Inneren Medizin hat.
Man wurde von Anfang an ins Team integriert und erhielt ein eigenes PJ-Handy, sodass man nicht nur für die nächste Viggo/Blutentnahme erreichbar war, sondern auch, wenn es mal eine Knochenmarkspunktion, eine Besprechung oder eine Fortbildung gab. In dieser Rotation durfte ich das gesamte Spektrum des ärztlichen Berufs kennenlernen. Ich habe eigene Patienten betreut und visitiert, teilweise auch unter direkter oberärztlicher Aufsicht, und durfte Lumbalpunktionen und intrathekale Chemotherapieapplikationen durchführen sowie Transfusionen oder Chemotherapien anhängen. Natürlich gehörten auch Briefe schreiben, Aufnahmen machen, Blutentnahmen und Viggos dazu, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, nur die „klassischen“ studentischen Aufgaben zu erledigen. An den meisten Tagen gab es 1-2 BlutentnahmestudentInnen; PJ-lerInnen, FamulantInnen und BlockpraktikantInnen nahmen also meistens alle zusammen Blut ab, damit man möglichst früh die Transfundate bestellen konnte.
Für mich war es besonders wichtig, dass man sich trotz Personalmangels und teils angespannter Lage wohlgefühlt hat, gut mitarbeiten konnte und dass zu keinem Zeitpunkt der Eindruck erweckt wurde, man mache nur zusätzliche Arbeit. Ganz im Gegenteil, Fragen und Rückfragen waren immer willkommen! Man erhielt kontinuierlich Feedback, sodass man seine Fortschritte über die acht Wochen hinweg deutlich merken konnte. Wer also später Internist werden möchte (und keine Angst vor Überstunden hat), hätte in der Hämatologie/Onkologie eine sehr bereichernde und lehrreiche Zeit!