PJ-Tertial Nephrologie in Staedtisches Klinikum St. Georg (9/2024 bis 11/2024)

Station(en)
Nephrologie
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Insgesamt hat es mir auf der Nephrologie am St. Georg Leipzig sehr gut gefallen.

Los ging es immer 8 Uhr mit den Blutentnahmen und gelegentlich auch Flexülen, das ist mir bei den doch eher alten und kranken nephrologischen Patienten gelegentlich auch schwer gefallen, aber auch Flexülen oder Blutentnahme die man nicht geschafft hat an das Ärzteteam abzugeben war kein Problem.
Ich war zum größten Teil der Zeit der einzige PJler auf Station, aber eigentlich war das bis zum Beginn der Visite gegen 9 Uhr einigermaßen zu schaffen. Was ich nicht geschafft hatte wurde oft einfach zur Visite mitgenommen und dann auch unter den Ärzten aufgeteilt, sodass ich immer an der Visite teilnehmen konnte.

Die Visiten waren erwartungsgemäß immer recht lang, aber ziemlich lehrreich, besonders aber nicht nur bei der Chefarzt-Visite 2x wöchentlich.
Es gab immer die Möglichkeit dabei Fragen zu stellen, auf die auch ausführlich eingegangen wurde.
Ich wurde mehrfach dazu angehalten Patienten vorzustellen, vor allem wenn ich sie aufgenommen hatte. Danach gab es auch immer ein kurzes Feedback oder etwaige Ergänzungen. Insgesamt habe ich das dann nur ein paar Mal gemacht, aber mit ein Bisschen mehr Eigeninitiative, wäre es sicher auch deutlich öfter möglich gewesen.

Nach der Visite konnte man sich dann immer mit um die Aufnahmen kümmern, die man dann mit dem zuständigen Arzt / der zuständigen Ärztin besprechen konnte, auch das habe ich als sehr hilfreich empfunden ( typische Fragen: Was ist die Verdachtsdiagnose? DD? Was sind dabei wichtige Dinge, die man abfragen müsste? Welche Untersuchungen / Therapien sind jetzt notwendig? Welche Medikamente sind warum indiziert / nicht indiziert? Welche Informationen (zB vom Hausarzt/Vorbriefe) fehlen möglicherweise noch?).

Wenn im Verlauf des Tages Nierenpunktionen anstanden konnte man immer assistieren/zuschauen. Andere Punktionen gab es nicht so unglaublich viele, während ich auf Station war, aber prinzipiell galt, dass man einmal zuschaut und alles erklärt bekommt, um die Punktion dann beim nächsten Mal selbst durchführen zu dürfen.
Auch Sonographie darf man immer machen (oder manchmal vorschallen bevor der Arzt / die Ärztin dann mitkommt), wenn etwas anfällt.

Zum Mittagessen kam man immer und wenn nichts mehr zu tun war auf Station konnte ich auch häufig etwas eher gehen.

1 mal wöchentlich gab es die Möglichkeit einen EKG-Kurs zu besuchen und je für 2 Tage im Monat gab es PJ-Fortbildungen (2days4you), für die pro Monat verschiedene Fachrichtungen zuständig waren (Chirurgie/Innere/Anästhesie+Kinder/Diagnostische Fachrichtungen/...), die fand ich meistens gut.
Zusätzlich gab es in der Inneren die Möglichkeit die wöchentlichen (oder 2-wöchentlichen? Das weiß ich nicht mehr so genau.) Mittagsfortbildungen der Ärzte 1 mal zu besuchen. Aller 2 Wochen war die Nierenpathologie-Konferenz mit dem Nephropathologen aus Hamburg, bei der gesammelt die Befunde der Biopsien besprochen wurden, das wurde dann schon manchmal ziemlich speziell, ich fand es aber gut die Fälle dann einmal von Anfang (Aufnahme) bis Ende (Endgültiger Biopsiebefund) zu sehen.

Es hätte auch die Möglichkeit bestanden 1 Woche in die Dialyse zu gehen, das habe ich aber nicht gemacht, sodass ich dazu nichts sagen kann.

Insgesamt gab es auf der Station 4 Fachärzte/Fachärztinnen für Innere Medizin, die ihre Weiterbildung zum Nephrologen / zur Nephrologin gemacht haben, 1 Arzt/Ärztin in Weiterbildung, die Oberärztin, die sehr viel auf Station war und auch immer offen für Fragen und den Chefarzt. Alle waren sehr nett und haben sich bemüht einen ins Team zu integrieren, außerdem fand ich alle auch extrem kompetent, nicht nur in der bei nephrologischen Fragestellungen, sondern allgemein für alle Erkrankungen der Inneren Medizin.

Die Patienten auf der Station generieren sich zum Teil aus geplanten Patienten, die meist zur Nierenbiopsie von ihren ambulanten Nephrologen eingewiesen werden und zum Teil aus Patienten der Notaufnahme / Verlegungen mit Akuter Nierenschädigung (DD Chronische Nierenerkrankung), auffälligem Urinbefund oder Elektrolytstörungen (meist Hyponatriämie, hierzu macht der CA auch Forschung und erklärt sehr gerne, was bei so einer komplizierten Erkrankung auch sehr hilfreich ist). Man hat aber auch genug Einblick in die typischen Erkrankungen der Inneren bekommen (Pneumonie, COPD, Herzinsuffizienz, pAVK, Durchfallerkrankungen, Harnwegsinfekte...)


Nach dem PJ am St Georg könnte ich mir durchaus vorstellen Nephrologe zu werden :)


Bewerbung
Rechtzeitig bei Herrn Ziegler melden, die Plätze auf der Nephrologie sind eher rar.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Nahtkurs
EKG
Tätigkeiten
Punktionen
Braunülen legen
Eigene Patienten betreuen
EKGs
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
200/400 seit 12/24

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07