PJ-Tertial Innere in GRN-Klinik Sinsheim (5/2024 bis 9/2024)

Station(en)
Gastrologie, Kardiologie, ZNA, Funktionsdiagnostik
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station, Diagnostik
Heimatuni
Heidelberg - Fakultaet Heidelberg
Kommentar
Das war mein 1. Tertial überhaupt in der Inneren Medizin des GRN Klinikums Sinsheim. Meine Erwartungen durch die vorherigen sehr guten Bewertungen wurden deutlich höher gestellt, als dann es in der Realität die Tatsache war.
Die Rotation in die verschiedenen Abteilungen kann man sich nach Rücksprache zu Beginn des Tertials fast komplett selbst zusammenstellen.

Station:
Tägliche Visite war nicht immer möglich mitzumachen, da wir meistens mit Blutabnahmen beschäftigt waren, wo die Visite gelaufen ist. Die Betreuung eigener Patienten und deren Vorstellung vor dem jeweiligen Oberarzt/Chefarzt war jedoch möglich und hat mir sehr vieles gelehrt. Das Braunülen legen, die BK-Abnahme, das EKG schreiben und befunden sowie alltägliche kleine Aufgaben gehören dazu. Man kann jederzeit Fragen stellen, jedoch durch das unerfahrene ausländische Team war das Teaching nicht immer gewährleistet von den Assistentärzten.

Es gibt zwei Stationen: Kardiologie und Gastrologie, jedoch sind beide Stationen voll mit Versorgungpatienten und Palliativ-Patienten. Diabetes Team und Wund Team sind stationsübergreifend. Trotz theoretischer Möglichkeit ist es nie praktisch dazu gekommen, dass man mit dem Wund-Team oder Diabetes-Team mitlaufen konnte.

Es gab keine strukturierte Einarbeitung oder Lehre auf der Station. Die Oberärzten waren meistens mit Assistenzärzten überfordert, die Assistenzärzte mit sich selbst, so dass wenig Raum für uns geblieben ist. Dennoch gab es 1-2 Assistenzärzte, die mir das Tertial gerettet haben, viel gelehrt haben und bei Fragen zur Seite standen.


Funktionsdiagnostik:
Man kann für mehrere Wochen in die verschiedenen Funktionsabteilungen der Kardiologie und Gastroenterologie rotieren. Dort kann man vor allem seine Fähigkeiten der Sonographie trainieren. Ansonsten kann man sich alle Untersuchungen anschauen, jederzeit Fragen stellen und sich seinen Tag mehr oder weniger selbst zusammen stellen.

Notaufnahme:
Die Rotation in die Ambulanz kann ich jedem empfehlen der die verschiedenen und häufigsten internistischen Krankheitsbilder der Notaufnahme kennenlernen will. Man schaut sich eigenständig Patienten an, überlegt sich einen weiteren Behandlungsplan, ordnet die weitere Diagnostik an, schreibt den Arztbrief und stellt anschliessend die Patienten dem Assistenz-/Oberarzt vor. Man kann bei jedem Schritt auf die Hilfe und Unterstützung der Assistenten zurückgreifen. Dies stellt eine super Möglichkeit zum selbstständigen Arbeiten dar. Jeder Patient bekommt natürlich ( :) ) ein EKG und man kann auch die EKGs der anderen Patienten befunden und bekommt dadurch endlich mal richtige Routine im Umgang mit dem EKG. Wenn man möchte, kann man die arteriellen BGAs durchführen und anschliessend befunden.

Der Tag beginnt mit der morgendlichen Besprechung aller Kollegen der Inneren Medizin mit der Übergabe des Nachtdienstes. Es gibt leider keine Röntgen-Besprechung mehr.
Es gibt mehrmals die Woche PJ-Unterricht der verschiedenen Abteilungen, es wird ein Plan für mehrere Monate im Voraus erstellt. Jedoch fallen die Unterrischtsstunden regelmäßig aus oder mangeln an Qualität. Die absolute Ausnahme war der Neurologie-Unterricht, welcher immer regulär und hochqualitativ stattgefunden hat.
Das Team ist wirklich super nett, sowohl von ärztlicher als auch von pflegerischer Seite. Man braucht aber leider echt sehr viel Eigeninitiative, um etwas zu lernen. Nur sehr Wenigen haben Interesse daran, einem etwas beizubringen.

Das Mittagessen ist wirklich lecker, jedoch mach es nicht satt und minderqualitativ. Die Kleidung und der Spind wird gestellt, man bekommt einen Parkplatz zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf hat man ebenfalls die Möglichkeit in einer Unterkunft nahe des Klinikum untergebracht zu werden.

Im Verlauf des 1. Tertial musste ich meine Erwartungen sehr stark herunterschrauben, was das PJ angeht. Dennoch war es schön in Sinsheim. Man hatte viele Freiheiten, und wenn alles auch nicht perfekt gelaufen ist, habe ich das wichtigste da gelernt: wie man eine Station schmeißt, was echt hilfreich für Zukunft ist, wenn man in die anderen Tertiale und dann auch ins Arbeitsleben reinkommt.
Bewerbung
Kurzfristig möglich.
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Nahtkurs
Bildgebung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Notaufnahme
EKGs
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
500

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
3
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2