Am UKR rotiert man insgesamt auf zwei verschiedene Stationen / Abteilungen. Man kann im Voraus Wünsche angeben, welche auch soweit möglich berücksichtigt werden.
Station 18 - Kardiologie
Ich startete mein Tertial auf einer kardiologischen Station. Hier war ich zunächst die einzige PJ-Studentin und wurde direkt gut integriert. Der Tag begann um 8 Uhr mit Visite, an welcher ich ausnahmslos teilnehmen konnte. Es gibt zum Glück an den meisten Tagen einen Blutentnahmedienst. Nach der Visite habe ich mich meist um die Neuaufnahmen gekümmert. Anamnese, klinische Untersuchung sowie pVKs legen war hier meine Aufgabe. Anschließend durfte ich den Arztbrief anlegen und befüllen. Oft war auch Zeit um Krankheitsbilder oder EKGs mit den Stationsärztinnen durchzusprechen. Man muss etwas Eigeninitiative zeigen, dann ist es auch möglich, die Funktionsabteilungen zu besuchen (Herzkatheterlabor, Echokardiographie, EPU-Labor,..). Es fand jede Woche eine Lehrvisite meist mit dem Chefarzt der Kardiologie statt. Das Verhältnis zur Pflege war wirklich gut, hier hat jeder gerne bei sämtlichen Fragen weitergeholfen. Mit Famulant, PA-Studentin und wöchentlich rotierenden Blockpraktikanten waren wir teilweise etwas überbesetzt für die doch überschaubaren Aufgaben. Wenn es nichts mehr zu tun gab, durften wir aber immer sehr pünktlich gehen. Insgesamt würde ich die Rotation mit einer guten 2 bewerten.
ASTAR - Gastroenterologie
In meiner zweiten Rotation ging es auf die interdisziplinäre Ausbildungsstation der Inneren 1. Meiner Meinung nach kann man hier wirklich das Beste aus seinem PJ rausholen. Man betreut hier selbstständig 2-3 PatientInnen und kümmert sich von der Aufnahme bis zur Anmeldung von Untersuchungen, Kurve schreiben, Aszites punktieren bis zum Medikamente dosieren wirklich um alles. Dadurch lernt man, wie der Alltag als Stationsarzt / -ärztin aussieht. Trotz der vielen Aufgaben, war es immer möglich die Seminare und Lehrveranstaltungen zu besuchen. Es fand täglich eine ausführliche Besprechung der Patienten mit der Oberärztin statt, wobei eine sehr wertschätzende Atmosphäre herrschte. Allein der Kontakt zur Pflege gestaltete sich teilweise etwas schwierig. Das interprofessionelle Konzept wird hier bei Einzelnen eher skeptisch betrachtet. Super war hingegen, dass die Visite regelmäßig von Mitarbeitenden der Physiotherapie, Pharmakologie und Ernährungsberatung begleitet wurde. Wir waren 5-6 PJ-Studierende und zwei Stationsärzte. Daher war die Supervision gut und man konnte jederzeit Fragen stellen. Wir waren ein echt tolles Team und unterstützten uns gegenseitig. Das Konzept geht hier wirklich auf und erleichtert den Berufseinstieg, auch wenn man später natürlich weniger Zeit pro Patient haben wird. Ich kann die ASTAR daher uneingeschränkt empfehlen und gebe eine 1*.
Bewerbung
Da Regensburg nicht beim PJ-Portal teilnimmt, läuft die Bewerbung ca. 4 Monate vor PJ-Start über ein Formular. Man bekommt die Zusage vor Öffnung des PJ-Portals.