Mein PJ in der Unfallchirurgie war insgesamt sehr empfehlenswert und lehrreich. Man genießt als PJler ein sehr geschätztes Ansehen und wird auf der UC sehr gut betreut. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht dort zu arbeiten. Es erfolgte auch eine schrittweise Einarbeitung in die Aufgaben und man wurde Schritt für Schritt zur selbstständigen Entscheidungsfindung erzogen. Ich konnte Patienten selbstständig betreuen und auch Untersuchungen etc. in Absprache anordnen. Die Möglichkeit in den OP zu gehen besteht grundsätzlich immer und man wird auch oft mit an den Tisch als erste oder zweite Assistenz geholt. Hier kann man weit mehr machen als nur stumm Haken halten. Ich habe zB öfters genäht und auch mal selbst eine Platte gebohrt.
Natürlich gehören auch Blutabnahmen und das Briefeschreiben zum täglichen Leben. Das Pflegepersonal ist übrigens ebenfalls sehr freundlich.
In der Notaufnahme konnte ich viele Untersuchungstechniken üben und die chirurgische Wundversorgung sehr gut lernen. Das Mitfahren mit dem NEF ist ebenfalls möglich, auch hier wurde ich sehr gut angeleitet und habe mich gut aufgehoben gefühlt.
Alle aus dem ärztlichen Team sind sehr nett und rücksichtsvoll, man braucht keine Angst haben Fragen zu stellen. Es ist auch nicht schlimm wenn man zu Beginn kaum chirurgische Erfahrung hat.
Das Haus selbst ist relativ klein, es hat teilweise schon fast eine familiäre Atmosphäre. Leider gibt es bisher noch keinen PJ Unterricht und kein Logbuch. Es gibt ein Essensangebot in der Cafeteria mit monatlichen Budget von 50€ für PJ. Täglich wird hier eine vegetarische Speise angeboten.
Fazit: auch wenn man nicht vorhat später in die Unfallchirurgie zu gehen, ist es dort sehr lehrreich. Man wird super betreut und sehr geschätzt. Der Umgang untereinander ist sehr kollegial. Ich habe sehr viel gelernt und fühle mich im klinischen Alltag nun definitiv sicherer. Also absolute Empfehlung.