Obwohl ich nach dem Studium keine Innere machen möchte hat es mir in Eschweiler sehr gut gefallen. Das Haus ist für PJler eine gute Mischung aus familiär und einem relativ breiten internistischen Spektrum.
Man wird von dem PJ-Koordinator in einen Rotationsplan eingeteilt, sodass man alle 2-3 Wochen zwischen den Stationen und Funktionsbereichen wechseln kann. Wünsche werden dabei auch berücksichtigt.
Zum Mittagessen haben wir PJler uns mittags immer getroffen um zusammen zu Essen. Mittlerweile bekommt man 400€ ausgezahlt, kann aber für den Mitarbeiterpreis im Café Mittagessen.
Normalstation: Für mich am wenigsten interessant. Es gibt morgens einen Blutentnahme-Dienst, trotzdem fallen immer wieder BEs und Zugänge an. Um 8:00 ist Frühbesprechung und die tägliche Fortbildung. Ansonsten viel Visite und Organisation. Man hat die Möglichkeit Patienten selber zu betreuen.
Onkologie: Auch hier immer mal wieder BEs und Zugänge, aber da viele Patienten einen Port oder ZVK haben, lernt man damit umzugehen. Regelmäßig kann man selber einen Port anstechen und meist auch Knochenmark- oder Pleurapunktionen assistieren/selbst machen. Im Onko-Team gibt es außerdem einmal wöchentlich gemeinsames Mikroskopieren und eine Fortbildung morgens.
Intensivstation: Hier ist die Hauptaufgabe bei Kardioversionen zu helfen. Wenn man Glück hat, wird man auch angeleitet die TEE davor selbst zu machen. Wenn etwas spannenderes auf der Station passiert kann man aber dort auch jederzeit zuschauen. Insgesamt kann man viel selber machen von Arterien legen über ZVK/Sheldon-Anlage oder Bronchoskopien.
ZNA: Das war zusammen mit Intensiv meine liebste Station. Man kann wie ein Assistenzarzt Patienten selber aufnehmen, betreuen und therapieren alles natürlich in Rücksprache mit Fach-/Oberärtz*innen. Das hilft sehr dabei den Umgang mit Patienten, die selbstständige Diagnosestellung und die Entwicklung eines Therapieplans er erlernen. Bei eigenen Patienten schreibt man auch selbst die Briefe.
Endoskopie: Hier werden täglich Gastro/Colo, Sono und ERCPs gemacht. Man darf selbst mal die Sonden bei Gastro/Colo halten aber schaut die meiste Zeit zu.
Herzkather: Hier wird alles gemacht was die interventionelle Kardiologie zu bieten hat mit Ausnahme von TAVIs. Auch hier schaut man erstmal viel zu, aber die meisten Oberärtze und die Pflege erklären sehr viel. Wenn man Glück hat kann man auch bei einer Koro steril mit an den Tisch.