Mein PJ-Tertial in der Inneren in Ellwangen hatte mir sehr gut gefallen, würde es jeder Zeit wieder wählen!
Ein Tag vor Beginn konnte ich mein Zimmer im Personalwohnheim beziehen, das im Großen und Ganzen in Ordnung war (etwas veraltet, Zimmer mit Bad, Gemeinschaftsküche, direkt neben dem Parkhaus der Klinik, Parken 1€/Woche) .
An meinem ersten Tag hatte nach der Morgenbesprechung, die um 08.05 Uhr in der Inneren Ambulanz begann und eine Röntgendemo mit Aufnahmen neuer Patient*innen beinhaltete, erhielt ich eine kleine Führung durch das Haus, um die Klinik besser kennenzulernen. Anschließend wurde mir von der Schneiderin Kleidung ausgehändigt.
Zugeteilt wurde ich der Station 2 (20-30 Patient*innen) mit sehr netten Stationsärzten und hilfsbereitem Pflegepersonal, die man bei Fragen immer ansprechen konnte. Mir wurde ein erfahrener Stationsarzt zugeteilt, der mich durch das PJ auch begleitetete und für dessen Patienten ich auch mehr Verantwortung übernehmen durfte, wofür ich auch sehr dankbar war.
An und für sich war man vom Chefarzt aus frei, sich die Zeit während seines PJs zu gestalten. Es war jeder Zeit möglich in der Ambulanz bei Untersuchungen oder in der Notaufnahme zu sein.
Zum Ablauf: 7.30 Uhr Beginn, Blutabnahmen, 8.05 Uhr Morgenbesprechung, ggf. restliche Blutabnahmen, 1-2 mal OA-Visite/ Visite mit Stationsarzt, Mittagessen (immer möglich, ab 11.30 Uhr in Kantine möglich (4,40€, sehr lecker, 3 Menüs, eines davon immer vegetarisch, mit wahlweise frischen Salaten, Suppe und Nachspeise, es gäbe auch Frühstück und Abendessen günstiger). Nachmittags waren auf Station öfters Sonographien, Punktionen oder Gespräche mit Angehörigen, anonsten - wie für die Innere üblich - Arztbrief schreiben. 15.30 Uhr Abschlussbesprechung im Konferenzraum mit Röntgendemo durch Radiologen und Patientenaufnahmen.
Der PJ-Unterricht fand jeden Mittwoch Nachmittag in Rotation mit der Chirurgie zusammen statt. Die Chefärzte und Oberärzt*innen waren sehr motiviert und gestalteten den Unterricht interaktiv, Fragen waren gerne gesehen, Foliensätze wurden gestellt.
Unterrichtsthemen waren:
- Sonographiekurs (2x), Herzrhythmusstörungen (2x), Endoskopiekurs, EKG-Kurs (2x), MDS
- Schilddrüsenchirurgie, Proktologie, Kolorektales Karzinom, Unterbauchschmerzen (DD), Hernienchirurgie, Leberchirurgie, Endoprothetik, BG-Behandlung, Gipskurs
Insgesamt waren wir 2 PJlerinnen in der Inneren (verteilt auf 2 Stationen), eine PJlerin in der Chirurgie, und gelegentlich waren Physican Assistent Studenten für wenige Wochen da.