Notaufnahme, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, OP
Heimatuni
Dresden
Kommentar
Sehr gutes Tertial. Ich habe Chirurgie in Freiberg im ersten Tertial gemacht und war damit der einzige chirurgische PJler. Die 4 Monate könnt ihr euch auf die Bereiche Viszeralchirurgie/Gefäßchirurgie /Unfall-Ortho aufteilen wie es euch beliebt. Ich blieb die längste Zeit in der Viszeralchirurgie was ich empfehlen würde. Das Team ist kompetent und freundlich, ebenso die Station. Flexülen legen ist hier optional, OP/Station/Notaufnahme/Sprechstunden frei wählbar. Ich habe mich an das jeweils interessanteste gehängt.
Es gibt hier auch die meiste Freiheit bei OPs anderer Bereiche reinzuschauen(der Plan ist mit eurem Zugang einsehbar) oder in der Endoskopie (einfach hingehen und fragen). Im OP habe ich bei vielen mehr machen dürfen als ich erwartet hätte.
Ich empfehle die kostenlose Unterkunft im Haus (2 min von Frühstück zur Arbeitsstelle unschlagbar). Zum Mittagessen gibt es Marken, die Kantine ist freundlich und freigiebig auf Wunsch. Die Marken können auch am Kiosk eingelöst werden, falls man bei einer längeren OP nicht weg wollte/konnte.
Die Zeit in der Gefäßchirurgie war gut, ich empfehle lediglich die Zeit auf Station gering zu halten (schlechte Stimmung), ihr werdet vormittags zu Blutabnahme und Flexülen herangezogen. Ich habe das genutzt und mit den Sonogeräten die Venenpunktion trainiert. Es gibt u.a Interventionelle Eingriffe, Amputationen (Diathermie üben), VarizenOPs(Ligaturen üben) und Bypässe.
Die Unfall/Ortho punktete ebenfalls mit einem breiten Spektrum (WirbelsäulenOPs/Unfallchirurgie/Handchirurgie/Prothesen) und einer großen Freiheit. (Keine Pflicht auf Station, man wird auf Nachfrage gerne zu Operationen als Assistenz angenommen). Einziger Nachteil hier, die HüftTEPs als 3. Assistenz zu denen man schon gelegentlich wie die Assistenzärzte herangezogen wird. Allerdings kann man bei fast allen Operateuren auch mal die Seite wechseln zum schauen und sich etwas erklären lassen. Ich empfehle nebenbei die lehrwilligen ambulanten Chirurgen und das eigenständige Mitarbeiten in der Notaufnahme.
Fazit: Die Freiheit ist groß, die Wege kurz. Habe neben Chirurgie auf Nachfrage auch meine erste Geburt gesehen. (Danke dafür). Insgesamt eine gute Zeit und die PJ-Bescheinigung gab es auch ohne Probleme.
Bewerbung
Wie gewohnt erhält die Klinik erst wenige Wochen vor Beginn des Tertials eure Daten und kontaktiert euch dann. Der Kontakt war unkompliziert und es wurden keine unnötigen Dokumente verlangt. (Einfach die essentiellen Infos per Mail geschickt in 5 Zeilen, fertig). Gab auch keine Probleme, als etwas falsch war und konnte einfach nachkorregiert werden in den ersten Wochen.