PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt (1/2025 bis 3/2025)

Station(en)
ACH, UCH
Einsatzbereiche
Diagnostik, Notaufnahme, OP, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Dresden
Kommentar
Ich habe mein chirurgisches Tertial gesplittet und die letzten 2 Monate im Klinikum Dresden Friedrichstadt verbracht. Und gleich vornweg - ich hatte richtig gute 2 Monate in der Chirurgie und kann es jedem, der ein bisschen Motivation mitbringt, sehr empfehlen!

Die ersten 4 Wochen ging es für mich in die Allgemeinchirurgie. Der Tag beginnt 7:05 mit der Visite, bei der man als PJler in der Regel dokumentiert. Dann geht es 7:45 zur Morgenkonferenz, anschließend auf Station Blut abnehmen oder andere Aufgaben erledigen. Dazu gehören VAC-Wechsel, Port anstechen, DK legen etc.. Was ich besonders gut fand war, dass ich am Anfang viel Unterstützung durch die anderen PJler, aber vor allem durch die Physician Assistant erhalten habe. Die Stationsarbeit ist zwar irgendwann etwas repetitiv, aber gerade die praktischen Skills sind immer besser geworden. Die meisten Ärzte & Ärztinnen sind bemüht, einem was beizubringen.
Außerdem war man regelmäßig im OP eingeteilt. Man sieht eine große Bandbreite an Operationen, von der Appendektomie bis zur PPPD. Das viszeralchirurgische Team ist in meinen Augen richtig gut, ich hab mich stets gut betreut gefühlt. Einige erklären mehr als andere und es gab schon zeitweise richtig lange OPs, in denen man wenig machen konnte außer einen Haken halten, aber insgesamt war es ein super angenehmes Klima sowohl im OP als auch auf Station. Ach ja, wenn die OP über den Feierabend hinaus ging, habe ich spätestens gegen 16:00 um eine Auslösung gebeten. Das wurde auch immer möglich gemacht.
Man konnte auch mal in die ZNA und auf IMC mitkommen, was ich sehr empfehlen würde. Es gab die Möglichkeit, lange Dienste von 7-22 Uhr zu machen und dafür einen freien Tag zu erhalten. Damit sollte man es aber nicht übertreiben, sonst ist die PJ-Beauftragte - zurecht - irgendwann etwas genervt ;) Die PJ-Beauftragte Anne Dargel ist sehr bemüht und wenn man gerne in eine bestimmte Sprechstunde/ zum Ultraschall schauen will oder sonst spezielle Wünsche hat, kann man das in der Regel sehr gut mit ihr absprechen :)
Eine Woche ist man im Patientenmanagement, wo es sehr entspannt ist und man früher gehen kann. Ich fand es allerdings auch sehr schnell langweilig, sodass mir die eine Woche wirklich gut gereicht hat :)
Also insgesamt: wenn man ein wenig Interesse zeigt, wird einem hier viel erklärt und man kann viel lernen. Falls ihr Bock habt, traut euch, im OP auch mal nachzufragen, wenn nicht grad Zeitstress ist, ob ihr zB die Drainage annähen oder Hautnaht machen dürft.

Die letzten 4 Wochen war ich in der UCH. Ich hatte die Berichte hier im Portal gelesen und mich drauf eingestellt, dass das eher eine etwas anstrengende Zeit wird und man nicht zu viel persönlich nehmen darf. Aber ich muss sagen, dass ich hier eine mindestens genau so gute Zeit hatte, wie in der ACH!
In der ersten Woche war ich in der ZNA, wo man sehr schnell selbstständig Patienten aufnimmt und untersucht und anschließend mit den Ärzten rückspricht. Man kann auch mit zu den Schockräumen und zur Wundversorgung kommen, ebenfalls sehr cool. Alle Ärzte und Ärztinnen waren bedacht darauf, einem was beizubringen und man wurde nicht allein gelassen, wenn man mal nicht weiterkam.
Die restlichen 3 Wochen war ich abwechselnd auf Station und im OP. Station fand ich zu Beginn etwas überfordernd, das hängt aber sicherlich vom aktuellen Stationsarzt ab. Der Stationsarzt hat hier etwa doppelt so viele Patienten wie in der ACH, dort ist die Station auf 2 bzw. Teilweise sogar mehr Ärzte aufgeteilt. Dementsprechend geht in der UCH die Visite echt lang, es gibt super viele To Do‘s wie Briefe, BE‘s, Konsile stellen und andere Sachen. Für mich kam die Abwechslung des OP‘s da ehrlich gesagt immer gerade recht. Dort ist man meist 2. Assistenz, wer aber Bock hat, kann sicherlich auch dort nach einiger Zeit mal erfragen, ob Bohren etc. möglich ist. In meiner Zeit gab es in einer Woche einen super hohen Krankenstand, wodurch ich in dieser Woche mehrfach bohren, schrauben, Drähte ziehen und Haut nähen durfte. Sonst ist man halt bei den OPs als Hakenhalter dabei, kann aber auch hier von einigen Ärzten viel mitnehmen. Besonders angenehm fand ich das Operieren mit der OÄ Schmidt, welche laut den Berichten in der Vergangenheit wohl etwas "schroff" war. Sie hat echt viel erklärt und in angenehmem Setting Prüfungsfragen durchgesprochen. Man muss bei ihr schon etwas mitdenken, aber wenn sie merkt, dass man Interesse hat, ist sie sehr aufgeschlossen. Und auch alle weiteren Ärzte und Ärztinnen waren echt sehr nett.

Übrigens war auf der Station sowie im OP die Pflege echt top!
Also alles in allem kann ich Chirurgie in Friedrichstadt sehr empfehlen!
Bewerbung
Über das bekannte PJ-Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Notaufnahme
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Röntgenbesprechung
Mitoperieren
Rehas anmelden
Braunülen legen
Chirurgische Wundversorgung
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
500

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.27