PJ-Bewertung Klinikum Ibbenbüren – Innere Medizin
Mein PJ-Tertial in der Inneren Medizin am Klinikum Ibbenbüren war eine durchweg bereichernde und lehrreiche Erfahrung. Besonders hervorzuheben ist die umfassende praktische Ausbildung, die weit über das Minimum hinausging und eine intensive Vorbereitung auf die Tätigkeit als Assistenzarzt ermöglichte.
Struktur und Ablauf
Das Tertial war in verschiedene Rotationen untergliedert, sodass ein breites Spektrum der Inneren Medizin kennengelernt werden konnte. Die Rotationen legten Ihren Schwerpunkten auf die Kardiologie, Gastroenterologie, der Intensivstation sowie der zentralen Notaufnahme (ZNA). Die Kombination aus strukturiertem Teaching, eigenständiger Patientenbetreuung und der Einbindung in diagnostische sowie therapeutische Entscheidungsprozesse hat maßgeblich dazu beigetragen, klinische Sicherheit zu gewinnen.
Praktische Möglichkeiten
Von Beginn an wurden mir zahlreiche praktische Fertigkeiten vermittelt. Dazu gehörten:
- Eigenständige Anamnese und klinische Untersuchung von Patienten
- Erstellung von Aufnahmebefunden, Verlaufsdokumentationen und Epikrisen
- Assistenz bei und Durchführung von Punktionen (Aszites- und Pleura-, arterielle Blutgasanalysen)
- Einblicke in und Assistenz bei endoskopischen Verfahren (Gastroskopie, Koloskopie, ERCP)
- Teilnahme an und Durchführung der Sonographie
- Interpretation von EKGs sowie Mitwirken an der Diagnostik und Therapieplanung kardiologischer Patienten
- Einblicke in kardiologische Interventionen
- Versorgung von Notfallpatienten in der ZNA inkl. Teilnahme an Reanimationen und Notfallalgorithmen
Lehre und Betreuung
Die Lehrsituation im Klinikum Ibbenbüren war hervorragend. Neben dem "Learning by Doing" auf Station wurden zahlreiche PJ-Seminare angeboten, die klinisch relevante Themen abdeckten. Besonders hervorzuheben sind die interaktiven Seminare, Prüfungssimulationen sowie die gezielten Fallbesprechungen in der Gastroenterologie und Intensivmedizin.
Ein großes Plus war die intensive Betreuung durch die Stationsärzte und Oberärzte, die jederzeit offen für Fragen waren und darauf achteten, dass wir als PJ-Studierende nicht nur mitliefen, sondern aktiv in den Stationsalltag integriert wurden. Der Einsatz unserer Betreuer ging weit über das Erwartbare hinaus – in allen Bereichen wurden auf individuelle Lernziele eingegangen, sodass eine Einarbeitung auf Assistenzarztniveau möglich war.
Stationsalltag und Eigenverantwortung
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der eigenständigen Betreuung von Patienten unter Supervision. Dies beinhaltete das Erfassen von Krankheitsverläufen, das Besprechen von Labor- und Bildgebungsbefunden sowie die Festlegung des weiteren diagnostischen und therapeutischen Vorgehens. Auch organisatorische Aufgaben wie Patientenaufnahmen, interdisziplinäre Absprachen und Entlassmanagement zählten dazu, sodass man bereits wichtige Fähigkeiten für den bevorstehenden Berufseinstieg als Assistenzarzt erlangen konnte.
Intensivstation und Notaufnahme
Die Zeit auf der Intensivstation war ebenfalls ein Highlight des Tertials. Hier ergaben sich wertvolle Einblicke in das Management kritisch kranker Patienten, invasive Beatmung, Katecholamintherapie sowie intensivmedizinische Prozeduren.
In der zentralen Notaufnahme konnte ich zudem viel Erfahrung in der Erstversorgung verschiedenster internistischer Notfallbilder sammeln. Besonders lehrreich war das strukturierte Vorgehen in der Notfalldiagnostik sowie das Trainieren von Notfallalgorithmen.
Teamstruktur und Arbeitsklima
Das Arbeitsklima im Klinikum Ibbenbüren war durchweg positiv. Die Zusammenarbeit mit PA´s sowie Assistenz-, Ober- und Chefärzten war von Wertschätzung und gegenseitigem Respekt geprägt. Alle anderen Disziplinen wie Pflegepersonal oder Physio-/Atmungstherapeuten war sehr unterstützend und half dabei, sich schnell in die Abläufe einzufinden.
Fazit
Das PJ-Tertial in der Inneren Medizin am Klinikum Ibbenbüren hat meine Erwartungen in vielerlei Hinsicht übertroffen. Durch die Vielzahl an praktischen Fertigkeiten, die enge Betreuung und die hervorragende Lehrstruktur habe ich eine fundierte Ausbildung erhalten, die mich optimal auf den Berufsstart vorbereitet. Die Möglichkeit, sich individuell weiterzuentwickeln und eigenständig Patienten zu betreuen, macht das Tertial besonders wertvoll. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen und würde jederzeit wieder dort mein Tertial absolvieren.
Bewerbung
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