Um 8 Uhr geht’s los mit der Besprechung der neuen Aufnahmen und dem Tagesprogramm der Endoskopie. Danach geht’s auf die Stationen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die Visiten erfolgen mit dem zuständigen Assistenzarzt oder der Assistenzärztin. Anschließend stehen Blutentnahmen, Briefe andiktieren und Telefonate mit Hausärzten an, um Befunde einzuholen. Zwischendurch gibt’s auch mal eine Aszites- oder Pleurapunktion.
Notaufnahme: Ein zweiwöchiger Einsatz in der Notaufnahme bietet viel Lernpotenzial. Hier werden neue Aufnahmen besprochen, körperliche Untersuchungen durchgeführt und Anamnesegespräche geführt. Hier konnte ich auch viel sonographieren.
Pflege: das pflegerische Personal ist auf allen Stationen und auf der Notaufnahme überwiegend sehr nett bis auf wenige Ausnahmen.
Mittagessen: Das Essen in der Kantine ist lecker und mit 105 Euro im Monat subventioniert. Man isst gemeinsam mit den Assistenzärzten, was den Austausch fördert.
Unterricht: Einmal die Woche gibt es PJ-Unterricht, der regelmäßig stattfindet. Chirurgische Lehrvisiten mit dem Chefarzt der Chirurgie sind ebenfalls sehr lehrreich. Leider bietet die Innere Abteilung keinen Unterricht an, sodass man auf Eigeninitiative angewiesen ist.
Dienste: Es werden einige Dienste gefordert, was eine gute Möglichkeit bietet, mehr zu lernen, auch wenn die Vergütung mit 30 Euro gering ist.
Negativpunkte: Die Umziehsituation im Treppenhaus ist entwürdigend (teils ist man gerade in Unterhose und der Chefarzt läuft durch) und die Kleidungsausgabe zweimal die Woche ist mit unfreundlichem Personal und mangelhaft passender Kleidung verbunden.