PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Marienhospital Bruehl (1/2025 bis 3/2025)

Station(en)
J3, J4
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, OP, Station, Notaufnahme
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Rotationen:
Man rotiert durch die Allgemeinchirurgie (inkl. Gefäß) und die Unfallchirurgie. In der UCH geht man immer für 2 Wochen in die Ambulanz, was ich sehr lehrreich fand. Hier durfte man eigentlich immer Patienten selbst voruntersuchen und sie dann vorstellen. Hier darf man auch mal klassische chirurgische Tätigkeiten wie Nähen, Abszesse spalten, Wundversorgung etc. machen. Es gibt einen PJ-Beauftragten, den man bei Fragen und Anregungen ansprechen kann.

OP:
Generell wird man relativ wenig "gezwungen", in den OP zu gehen. Meistens sind die Assistenten dort eingeteilt und man wird oft nicht gebraucht (in der UCH häufig nur, wenn es Personalausfälle gibt). In der ACH war ich häufiger am Tisch (weil ich Interesse hatte) und hier wird viel erklärt. Nähen durfte ich leider eher wenig, vielleicht hätte ich das noch aktiver einfordern müssen. Häufige OPs sind: Hüft/Knie TEP, Radiusfraktur, Wirbelsäule, Cholezystektomie, Hernien, Gefäß-Bypässe, aber auch mal etwas größere Darm-OPs oder Leber. Nach der neuen Klinik-Reform wird es hier weniger gefäßchirurgische OPs geben und auch keine Pankreas oder Darmkrebs- Patienten, wenn ich es richtig verstanden habe.

Arbeitsalltag/Aufgaben:
Als PJler geht man zur Morgenbesprechung, zur Visite, erledigt die Blutentnahmen, legt Zugänge und macht typische Stationsaufgaben (Drainagen ziehen, Wundversorgung, relativ viel Briefe schreiben). Außerdem kann man mit in die Sprechstunden oder den OP gehen. Auf der Chef-Visite in der ACH kann man gerne freiwillig Patienten vorstellen.
Arbeitsbeginn UCH: 7.30 Uhr, ACH: 7 Uhr
Ich war meistens etwa 8 Stunden dort und die Ärzt*innen haben auch meist mit darauf geachtet, dass man pünktlich gehen kann.

+ für eine Chirurgie wirklich ein ziemlich netter Umgangston und viele sympathische Leute (besonders in der ACH), auch das OP-Personal wirklich total nett. Man wird ins Team integriert und beachtet!
+ 1 Studientag/Woche durfte immer genommen werden (man hat sich abgesprochen, sodass schon immer mind. 1 PJler da ist)
+ Man hat ab Tag 1 ein Telefon, einen Spint und einen Orbis-Zugang!
+ nicht besonders viele Blutentnahmen (aber kommt natürlich sehr darauf an, mit wie vielen Studis man gerade dort ist)
+ Ich hatte das Gefühl, die Klinik ist personell relativ gut aufgestellt – daher ist der Arbeitsalltag insgesamt schon eher entspannt, gerade wenn man es mit einer Uniklinik vergleicht


- teilweise zu viele PJler*innen (5 in der Chirurgie + Famulanten, da steht man sich leider manchmal etwas gegenseitig im Weg)
- Fortbildungen sind immer mittwochs nachmittags (1h Innere und 1h Chirurgie), aber sind schon relativ häufig ausgefallen oder waren teilweise von der Qualität nicht so gut
- Mittagessen bekommt man leider nicht kostenlos – ich habe mir immer etwas eigenes mitgebracht, weil die Cafeteria wohl nicht so gut sein soll. Was aber günstig ist, ist sich ein kleines Schälchen am Salatbuffet für 1,40€ zu füllen
- teilweise hatte ich das Gefühl, die Ärzt*innen wissen noch nicht, wie man PJler gut einbinden kann (man kann hier erst seit 1,5 Jahren PJ machen), aber es gibt auch einige Leute die sehr motiviert sind, viel zu erklären und beizubringen – ist wie immer einfach sehr abhängig, mit wem man gerade eingeteilt/unterwegs ist. Wenn man aber aktiv Fragen stellt, dann wird schon viel erklärt!

Fazit: Würde es auf jeden Fall weiterempfehlen! Traditionell machen hier eher Studis ihr Chirurgie-PJ, die sich selbst nicht so in der Chirurgie sehen. Man kann aber als besonders Chirurgie-interessierte*r natürlich auch viel lernen und wahrscheinlich wird man dann auch noch mal besser eingebunden, was praktische Skills angeht.
Bewerbung
Über Kölner PJ Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Patienten untersuchen
Punktionen
Chirurgische Wundversorgung
Notaufnahme
Braunülen legen
Blut abnehmen
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Mitoperieren
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
1
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.67