Mein Tertial in der Urologie war echt super und lehrreich. Schon am ersten Tag wurde klar, dass es hier vor allem ums Lernen geht und nicht darum, nur Blut abzunehmen. Das Team war durchweg freundlich und hilfsbereit, und ich hab mich sofort gut aufgenommen gefühlt.
Arbeitsatmosphäre und Team:
Ich war von Anfang an richtig Teil des Teams. Alle, vom Assistenzarzt bis zu den Oberärzten, waren super nett und haben mir viel beigebracht. Die Oberärzte haben mir die Möglichkeit gegeben, wirklich viele praktische Erfahrungen zu sammeln, und man durfte als PJler echt viel machen.
Praktische Erfahrungen und Fähigkeiten:
Am Ende des Tertials fühle ich mich sicher in vielen urologischen Techniken und Untersuchungen. Zu den wichtigsten Sachen, die ich jetzt selbstständig machen kann, gehören:
- Dauerkatheter (DKs) legen
- Sonografie der Niere und der ableitenden Harnwege
- Sonografie der Hoden
- Blutabnehmen/Nadeln legen
- Nähen
- Assistieren im OP (wenn man sich nicht zu dumm anstellt, durfte man auch mal was selbst machen)
- Patientenaufnahme und -untersuchung
- Digitale Rektaluntersuchung (DRU) und transrektales Ultraschall (TRUS)
- Patientenbetreuung nach der OP
- Arztbriefe schreiben
Tägliche Aufgaben:
Weil Ich der einzige Student war, war ich jeden Tag fürs Blutabnehmen zuständig. Danach konnte man sich aussuchen, ob man im OP assistieren, OPs anschauen oder in der Uro-Ambulanz selbstständig Patienten untersuchen und vorstellen wollte. Alternativ konnte man auch auf der Station ein paar Patienten übernehmen und die Post-OP-Betreuung machen. Die Abwechslung hat das PJ echt spannend gemacht.
Einziges Manko:
Das einzige, was mir gefehlt hat, war die Möglichkeit, mit Transplantationen zu arbeiten. Da Fürth kein Transplantationszentrum ist, konnte ich diesen Bereich der Urologie leider nicht mitbekommen. Aber abgesehen davon war die Zeit wirklich lehrreich und interessant.
Erweiterte Einblicke:
Was ich echt cool fand, war der umfassende Einblick, den man in den Klinikalltag bekommt. Man lernt, wie alles läuft – was man an Papieren braucht, wie Vorsorge und Nachsorge organisiert sind und wie die OPs geplant und durchgeführt werden. Das geht weit über die reine Medizin hinaus und war echt wertvoll.
Klinikum Fürth Allgemein:
Das Klinikum Fürth ist gut mit der U-Bahn von Erlangen und Nürnberg erreichbar, was den täglichen Weg einfach macht. Ein kleiner Problem ist, dass man als PJler keinen Parkplatz im Parkhaus bekommt. Ein Highlight war aber definitiv der kostenlose Schokopudding in der Kafeteria – der war immer ein Highlight! Das Klinikum ist auch weitgehend digitalisiert - Orbis als allgemeines Krankenhaussystem.
Fazit:
Ich hab mich nach dem Tertial direkt für eine Stelle beworben, weil es mir so gut gefallen hat. Insgesamt kann man nach diesem Tertial definitiv sagen, dass man die Urologie gut drauf hat und viele praktische Fähigkeiten erlernt hat. Wer in diesem Bereich arbeiten möchte, bekommt hier nicht nur das nötige medizinische Wissen, sondern auch einen guten Einblick in den Klinikalltag.
Besonders möchte ich Dr. März danken. Sie war meine PJ-Beauftragte und hat sich wirklich super um mich gekümmert.