Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP, Station
Heimatuni
Ulm
Kommentar
Vorab:
Das Klinkzentrum Westerstede besteht aus der Ammerland-Klinik und dem Bundeswehrkrankenhaus Westerstede. Die Betreuung/Verwaltung/Personalführung der PJ-Studenten erfolgt für zivile Studenten über die Ammerland-Klinik, militärische PJ-Studenten werden über das BWK geführt. Die Abteilung Orthopädie/Unfallchirurgie ist Teil des Bundeswehrkrankenhauses, macht für das PJ an sich aber keinen Unterschied.
Durch den Mentor erfolgt eine Einteilung in Station/Ambulanz/Notaufnahme. Hier wird darauf geachtet, dass es in der Notaufnahme und Ambulanz möglichst keine Überlappung mit den unfallchirurgischen PJ-Studenten gibt.
Einführung:
Zu Beginn des Tertials wurde eine Einführungswoche veranstaltet. Hier gab es eine Hausführung, Nahtkurs, Untersuchungskurse diverser Fachbereiche. kleine Sonographie-Crashkurse, sowie Datenschutz- und Brandschutzbelehrungen.
PJ-Unterricht:
Der PJ-Unterricht findet in der Regel Dienstags um 15:30 Uhr statt und dauert ca. 45 min, abhängig vom Dozenten. Ausfälle sind relativ selten, die Dozenten freuen sich, wenn man sie montags telefonisch nochmals über den anstehenden Unterricht informiert. Der Plan hängt in der Mensa/Cafeteria aus und rotiert durch die Fächer des Hauses. Ein Teilnahmenachweis gibt es nicht.
Arbeitstag:
Der Arbeitstag beginnt in der Regel um 06:55 Uhr mit der Frühbesprechung. Hier werden die (relevanten) Fälle aus der Notaufnahme der vergangenen Nacht vorgestellt und nochmals der OP-Plan besrochen. Donnerstags findet immer eine Fortbildung statt. Hier gibt es regelmäßige M&M-Konferenzen oder Vorträge der Ärzte. Anschließend geht es zur Visite auf die Stationen.
Die Chef-Visite ist dienstags auf der E16, mittwochs auf der E26. Hier ist es gewünscht, dass die PJ-Studenten einen Patienten, bzw. Zimmer vorstellen.
a) Station & OP:
Nach der Visite stehen die Blutentnahmen auf der Station an. Neben Endoprothese-QS, Arztbriefen und Reha-Anträgen werden hier noch die prä-stationären Aufnahmen vorbereitet. Ab dem späten Vormittag können die Patienten prä-stationär aufgenommen werden. Hier ist es viel typische Stationsarbeit.
Auf dem OP-Plan stehen fast jeden Tag Hüft-/Knie-Prothesen. Hier wird natürlich ein Student gerne als 2. Assistenz eingesetzt. Am besten spricht man sich mit den anderen unfallchirurgischen PJ-Studenten ab, ansonsten steht man den ganzen Tag bei den Prothesen. Andere Eingriffe gehen leider bevorzugt an die Assistenzärzte. Hier hätte man sich mehr erhofft. Das OP-Klima ist sehr angenehm und das OTA/Anästhesie-Team auch nett.
b) Notaufnahme:
Die Notaufnahme ist sicherlich einer der besten Orte, um viele Patienten zu sehen und viel zu lernen. Wenn man es sich zutraut, darf man hier auch selbst Patienten sehen und Untersuchen, mit einem Arzt besprechen und anschließend selbst behandeln. Hier lernt man viele praktische Fähigkeiten, wie orthopädische Untersuchungen, chirurgische Wundversorgung, etc.
c) Ambulanz:
In der Ambulanz habe ich tatsächlich einen großteil meines Tertials absolviert. Hier begleitet man in der Regel einen der Fachärzte. In der Ambulanz stellen sich Patienten mit Frage nach endoprothetischer Versorgung, als auch viele Soldaten mit alltäglichen und sportlichen orthopädischen Beschwerden vor. Sollte ein Untersuchungsraum nicht belegt sein, darf man hier auch Patienten selbst voruntersuchen und einem der Fachärzte vorstellen und den Ambulanzbrief verfassen.
Zudem lohnt sich der Besuch in der chefärztlichen Fußsprechstunde donnerstags.
d) Plastische und Handchirurgie:
Die Plastische und Handchirurgie ist ebenfalls Teil der Orthopädie/Unfallchirurgie. Auf Nachfrage kann man auch dort wochenweise hinrotieren.
Generell ist das Team in allen Bereichen sehr nett und lehr-motiviert und binden die PJ-Studenten gut ins Team mit ein. Hierachien sind flacher als an anderen Kliniken. Fragen sind immer wilkommen und werden gern beantwortet. Der Anspruch an die PJ-Studenten ist verglichen mit anderen Kliniken hier relativ hoch, sodass sich abends der Blick ins Lehrbuch doch oft lohnt. Dafür darf man aber auch einiges selbstsändig machen.
Fehltage/-zeiten lassen sich gut mit den zuständigen Assistenzärzten abklären. Gerne kann man auch freiwillig am Wochenende arbeiten oder länger bleiben und in der Notaufahme mitarbeiten, um freie Tage zu generieren. Dienstschluss ist für 15:30 geplant und meist auch möglich. Viele Ärzte achten darauf, dass man als PJ-Student nicht zu lange in der Klinik ist.
Ich hätte mir gewünscht aktiv auch mehr in anderen Operationen außer endoprothetischer Versorgung eingeplant zu sein. Man darf immer gerne mit in den Saal und es wird auch gern erklärt, ganz zufrieden stellend, war es dennoch leider nicht.
Bewerbung
Bewerbung:
Da sowohl meine Heimat-Universität, als auch die MHH Teil des PJ-Portals sind, erfolgte die Platzvergabe über das PJ-Portal. Hier erhält man zügig Informationen aus dem PJ-Büro der MHH (PJ-Logbuch wird über den Postweg zugestellt) und vom PJ-Beauftragen des Klinikzentrum Westerstede.
Für eine Unterkunft am Krankenhaus (Fußweg ca. 30-150 m) sollte man sich frühzeitig an die Unterkunftsvergabestelle des Bundeswehrkrankenhauses melden. Die entsprechende E-Mail-Adresse hierzu erhält man in der E-Mail des PJ-Beauftragen.
Unterkunft wird Soldaten über Bundeswehr gestellt; zivile PJ können über das BWK ein Zimmer (inkl. eigenem Bad u. Küche) beziehen (genaue Kosten mir nicht bekannt)