PJ-Tertial Gynäkologie in Marienhospital (11/2024 bis 3/2025)

Station(en)
2 (IWO), Kreißsaal, 8A
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Bochum
Kommentar
Zu Beginn: im gesamten Haus hat die Gynäkologie und Geburtshilfe keinen guten Ruf. Das wusste ich vor Beginn meines Tertials nicht. Ich habe die gesamte Abteilung sehr gut kennenlernen und mir einen eigenen Eindruck machen können.

Positiv:
- Level 1 Versorgung mit Perinatalzentrum d.h. sehr viele Patienten mit diversen Krankheitsbildern. Von Frühgeburten, Schulterdystokien bis hin zu Patienten mit diversen Indikationen für Not-Sectios. Ich hab also neben vielen unkomplizierten Geburten auch schwierige Fälle mitverfolgen und sehen können.
- Freie Auswahl d.h. ich habe die gesamten 4 Monate über entschieden, ob ich Lust auf die Ambulanz, Station, Kreißsaal oder OP habe.
- Im OP konnte ich hin und wieder die Erst-Assistenz machen. Sonst häufig Zweit-Assistenz bei Hysterektomien.
- Sehr nette und entspannte Assistenzärztinnen + liebe MFAs.
- Einige Assistenzärztinnen und eine Oberärztin bringen einem viel bei und lassen die Studenten untersuchen. Wichtig ist nur Interesse daran zu bekunden.

Negativ:
- Sehr schlechte Grundstimmung im Team. In den Besprechungen wird häufig lautstark über Banalitäten beschwert und bei Patiententhemen werden die Assistenzärzte auch gerne mal blöd angemacht. Oberärzte sind schlecht drauf und lassen ihre Laune an den Assistenten aus. Daraus folgt, dass die eigentlich lieben Assis auch häufig genervt und sehr gestresst sind.
- Auch als PJler wird man hier und da mal blöd angemacht.
- Keine Struktur und Ablaufpläne. Kein Arzt in der Abteilung, der für die Studenten zuständig ist.

Fazit:
Der neue Chef wirkt sehr freundlich und ist an Feedback interessiert. Das ändert leider zum jetzigen Zeitpunkt nichts daran, dass sich die angespannte und gereizte Grundstimmung massiv auf den Arbeitsalltag auswirkt. Unzufriedenen Assistenzärzten, die überlegen zu kündigen, kann man nicht übel nehmen, dass sie wenig Zeit für Studenten haben. Das PJ soll ne interessante und lehrrreiche Erfahrung werden. Mein Tipp ist also nicht in diesem Haus und lieber in Kliniken der Umgebung anzufangen. Wenn der Fokus darauf liegt viel zu sehen, ist das Haus bestimmt ne gute Sache. Persönlich würde ich von einem PJ in der Abteilung unter den aktuellen Bedingungen abraten.
Bewerbung
Problemlos über das PJ-Portal.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Mitoperieren
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
600

Noten

Team/Station
4
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
4
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.67