Notaufnahme, diverse Stationen Innere Medizin, Ambulanz
Einsatzbereiche
Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Station
Heimatuni
TU Muenchen
Kommentar
Großartiges Spital und die beste Wahl die man treffen kann, wenn man das meiste aus dem Innere-Tertial ziehen möchte, aber dennoch das Gefühl braucht, das Leben in vollen Zügen genießen zu können. Die Lage ist grandios, um nach oder vor der Arbeit jahreszeiten-abhängige Sportarten zu machen (Wandern, Ski fahren, Bouldern, Mountainbiken, und und und.)
Die Stimmung um Spital ist offen, freundlich, schweizerisch-korrekt, wie könnte es anders sein, wenn jeden Tag die Sonne scheint und man mit Blick auf die Alpen aufwacht?!
Man rotiert und wird fest für einen Monat in der Notaufnahme eingeteilt. Ungemein lehrreich, super selbstständige Arbeit und die Queen und inoffizielle Organisationsstrategin der NFS Kathrin Siegrist integriert mit ihrer Ruhe, ihrem trockenen Humor und ihrer lehrreichen Art, jeden PJ als festen Bestandteil des Teams. Man hat eine großartige Mischung aus selbstständigem Arbeiten und der Gewissheit, dass man keine Verantwortung tragen muss, es immer jemanden gibt, der einem unter die Arme greift.
Auf den Stationen wird man einem Assistenten fest zugeteilt, lernt deren Arbeitsweise kennen und übernimmt je nach Selbstsicherheit und Motivation auch eigene Patienten und Aufgaben wie Punktionen. Großes Plus: keine Blutabnahmen, keine Viggos, das macht die Pflege. Die Assistenten sind durch die Bank großartig - kommunikativ, offen, freundlich und nehmen die Lehre ernst. Sie selbst werden extrem gut von den Fachärzten betreut, die Kommunikation ist einwandfrei, ehrlich und konstruktiv. Ein Team zum wohlfühlen.
Die Kommunikation mit den Patienten ist zu Beginn teils holprig, da die Walliser mit ihrem Dialekt nicht zurückhalten, doch man gewöhnt sich recht schnell an die Mundart.
Der Tag beginnt um 08:17 Uhr und endet je nach Assistent und eingeteiltem Fachbereich. Man übernimmt Wochenenddienste, ggf. Nachtdienste in der NFS, bekommt dafür aber Montag oder Freitag frei. Das Mittagessen der Kantine ist nicht von dieser Welt, sehr vielfältig, im Vergleich zu deutschen Kantinen eher teurer, aber extrem lecker. Die Assistenten gehen jeden Tag gemeinsam Mittagessen, egal, wie viel Arbeit ansteht. Morgens nach der Radiologiebesprechung setzen sich alle Ärzte der Abteilung zusammen in die Cafeteria um zu frühstücken (Freitag ist Zopftag) und Kaffee zu trinken, erst dann geht es langsam Richtung Visite. Wer die deutsche Hektik in der Klinik gewöhnt ist, wird überrascht sein, wie angenehm man auch ohne Stress zusammenarbeiten kann.
Eine Rotation in die Palliativstation in Brig kann auch lohnenswert sein, hier kommt man in unter 30min mit dem Fahrrad hin.
Man kommt im Assistentenwohnheim (geteilte Küche/z.T. Bad), im Balfrinhaus(WGs) oder im Schwesternwohnheim(1-Zimmer-Wohnung) unter, alle liegen in der unmittelbaren Umgebung des Krankenhauses. Ein Auto für Ausflüge ist beinahe Pflicht, im Sommer ist es gut sich ein Fahrrad mitzunehmen.
Jeder der sich für dieses Tertial entscheidet und genommen wird, hat riesiges Glück. Viel Spaß in Visp :)