Meine Famulatur in Aarau war wirklich toll und ich kann die Stelle an alle weiter empfehlen, die Interesse an der Päd haben!
Man routiert zwischen den verschiedenen Stationen, ich war zuerst auf der Neo, dann auf dem Notfall und am Schluss auf der Infektio.
Gleich am ersten Tag wird man begrüsst, bekommt Badge und Schlüssel und die Sekretärin zeigt einem das ganz Spital. So weiß man direkt, wo die Umkleide ist, der Rapport und alles Weitere. Schlüssel für die Wohnung bekommt man an einem Schlüsselkasten, das ist super einfach und man muss sich um nichts kümmern.
Auf der Neo durfte ich (verständlicherweise) nicht viel selbst machen, die Pflege hat mir aber viel gezeigt und ich wurde auch bei Not-Sectio‘s bzw. Notfällen bei den Neugeborenen auf der Gebärstation immer mitgenommen, was sehr faszinierend war. Sonst gab es dort tendenziell etwas Leerlauf, weil die ärztliche Tätigkeit auch viel Orga/Briefe schreiben ist - ganz anders als in Deutschland wurde das nicht auf mich umgewälzt, sondern ich konnte währenddessen das wirklich gute Lernprogramm von der Oberärztin der Nottfallstation durcharbeiten.
Auf dem Notfall wird man ins kalte Wasser geschmissen und darf direkt vom ersten Tag an bei den Patienten selbstständig Anamnese und KU machen, unter Rücksprache dann Röntgen, Blutbilder usw. anmelden. Dadurch hat man seine „eigenen“ Patienten und eine wirklich steile Lernkurve. Man lernt hier ganz viel über alle möglichen Krankheitsbilder (Trauma, HNO, Gastroenteritis, SHT). Einziger Nachteil: Es ist oft viel los, und wenn man selbst nicht drauf achtet, bleibt man auch mal länger, weil die Zeiten für die Unterassistenten sich von denen der Ärzte unterscheiden (man kann immer seine Patienten abgeben, und es wird auch nicht erwartet, dass man Überstunden o.Ä. macht).
Auf der Infektio gab es die klassische Stationsarbeit, nach den 2 Wochen Notfall war ich auch ganz froh, dass es hier etwas ruhiger zugeht. Die Ärzte nehmen sich auch hier gerne Zeit und besprechen die Fälle und individuelle Problematiken mit einem, Fragen kann man immer stellen.
Sonst gibt es fast jeden Tag Teachings zu allen möglichen Themen wie Neuro, Kardio, Kinderschutz, Radio und vieles mehr.
Man kann in Aarau wirklich spannende Fälle sehen und darf auch etwas Verantwortung tragen, die Orga ist wirklich klasse und man bekommt einen guten Einblick in die Pädiatrie.
Bewerbung
bei mir war‘s ungefähr ein Jahr, hatte dann einen Platz auf der Warteliste und bin nach ca. einem Monat hochgerutscht und habe die Stelle bekommen