Tolle Lehrkoordination. Gute Einführungsveranstaltungen wie das Rechtsseminar und die Hygieneschulung. Die PJ-Seminare sowie zusätzlich ein Radiologie-Seminar, EKG-Kurs und ein M3-Vorbereitungskurs waren größtenteils informativ und sinnvoll für die M3 Vorbereitung. Das Essen im Haus war gut und da es umsonst war eine wirklich tolle Sache. Das System mit den vielen Rotationen im Haus finde ich gut, auch wenn man nirgendwo so wirklich ankommt. Die Regelung mit den Studientagen (1 Tag alle 2 Wochen) und Dienstfrei (Dienst von 8 bis 20 Uhr, am nächsten Tag frei) ist sehr gut geregelt. Die Möglichkeit eines kostenlosen Parkplatzes ist super. Nahezu alle Ärzte waren immer freundlich zu mir und mich mehr oder weniger als Teil des Teams angesehen.
Am Ende des Tertials gab es die Möglichkeit für einen zweitägigen Sonographie-Kurs, der meiner Meinung nach sehr sinnvoll war!
Im Nachhinein betrachtet war der Zusammenhalt unter den PJ´lern in keinem Haus so gut wie hier. Man hat sich jeden Mittag zum Essen getroffen und über die Ereignisse des Tages geredet. Hier hat man sich mit seinen Sorgen unter Gleichgesinnten gut aufgehoben gefühlt und konnte die teils stressige Zeit gut überstehen. So etwas hat in meinen anderen Tertialen aufgrund anderer Rahmenbedingungen komplett gefehlt, was sehr schade ist.
Negativ zu nennen ist, dass man auf den Stationen fast jeden Tag für die Blutentnahmen verantwortlich war. Unterstützung gab es dabei nicht von jedem Stationsarzt. Einen Blutentnahmedienst gibt es leider nicht. Auf den Stationen kam die Lehre ab und an recht kurz. Ich persönlich hatte kein einziges Mal die Möglichkeit einen Patienten selbst zu betreuen. Ich muss aber dazu sagen, dass die Assistenzärzte teilweise viel zu tun hatten, sodass diese am wenigsten die Schuld trifft.
Generell fehlte ein Leitfaden, an dem man sich orientieren konnte. Auf jeder Station waren die Abläufe wie Patientenaufnahmen, Visiten, Arztbriefe verfassen, etc. teils so unterschiedlich, dass man erst damit zurechtkam, wenn man sowieso wieder auf die nächste Station wechselte (die Rotationen erfolgen regulär im 2 Wochen Rhythmus).