In der Chirurgie durchläuft man drei Stationen darunter immer Allgemeinchirurgie und/oder Unfallchirurgie für 5 Wochen, dann noch 1 oder 2 weitere aus: Herz, Intensiv, Uro, Thorax, KPMG, Kinder. Je nachdem, welche Rotation man bekommt, kann das Tertial sehr unterschiedlich ausfallen. Die Wahl der Rotation erfolgt am ersten Tag, melden sich mehrere für das Gleiche wird gelost.
Allgemein: V.a. Blutentnahmen, im OP stehen ggf. nähen
Thorax: sehr kleines, aber extrem nettes Team mit guter Lehre. Weniger Blutentnahmen, auch im OP assistieren und nähen
Unfall: V.a. Blutentnahmen, Verbandswechsel, häufig auch im OP stehen
Herz: keine OPs außer man möchte zuschauen (haben eigene OP Hiwis)
KPMG: sei in Ordnung
Uro: extrem strukturiert mit Rotationen von Station > OP (v.a. Da Vincis, zunähen) > Ambulanz. Man wird gut aufgenommen, es wird einem viel beigebracht.
Kinder: je nach Belastung der Ärzte sehr viel oder gar nichts zu tun
Intensiv: je nach betreuendem ärztl. Personal sehr lehrreich oder gar nichts zu tun
Ich selber war auf der Allgemein (in Ordnung), Unfall (in Ordnung - gut) und Thorax (top). Der Rest kommt von Infos von anderen PJlern.
Ansonsten hat man noch 4 Nachtpräsenzen in der chirurgischen ZNA von 17- 21/22 Uhr. Man kann auch NEF fahren, muss sich nur anmelden. Dienste kann man fast überall machen und Dienstfrei/Fehltage bekommen/ausgleichen.
Essen gibts durch PJ-Rabatt für ca 40ct/d. Orga erfolgt durch das Finest, absolut klasse, freundlich und reibungslos. PJ Unterricht ungefähr alle 2 Wochen. PJler halten gut zusammen, es ist immer jemand da zum Reden/Mittagessen.
Wenn man Glück hat, findet während der eigenen Rotation das IGeL Projekt (Interprofessionell Gemeinsam Lernen) statt. Hier werden über 2 Wochen 2 unfallchirurgische Zimmer betreut von: 2 PJs, 4 Pflege Azubis, 1 Physio Azubi. Alle sind unter enger Supervision durch FAs (bei mir sogar PD) oder Examinierte Pflegekräfte. Egal wie schlecht die restlichen Wochen geworden wären, nur für dieses Projekt allein zahlt es sich aus hier her zu kommen (nur 2 Plätze für ca 10-16 PJs verfügbar pro Tertial). Das ist ein absoluter Luxus, bei dem man tatsächlich ALLES beigebracht bekommt: Aufnahme des Pat, Planung der Medikamente, Orga bzgl Entlassung, man macht die OA Visite, schreibt Briefe, führt PatGespräche, macht Kurvenvisite, schreibt EInträge, stellt Anforderungen, Konsile etc etc etc. Absolut anspruchsvoll, man bleibt jeden Tag bis ca. 17/17:30, aber man wird quasi richtig eingearbeitet. Leider findet das Projekt nicht in jeder PJ Rotation statt und es gibt wie gesagt nur begrenzt Plätze.