PJ-Tertial Neurologie in Klinikum Darmstadt (11/2024 bis 3/2025)

Station(en)
Normalstation 13D , Stroke-Unit, ZNA, Neurointensivstation
Einsatzbereiche
Diagnostik, Station, Notaufnahme
Heimatuni
Frankfurt
Kommentar
Mein Wahlfach Neurologie im PJ am Klinikum DA war eine rundum positive und äußerst lehrreiche Erfahrung. Die Organisation und Betreuung waren exzellent – seitens der Neurologie wurde ich von einem engagierten Oberarzt betreut, der stets ein offenes Ohr hatte und regelmäßig in individuellen Gesprächen mit den Studierenden den eigenen Lernerfolg reflektierte. Zudem bot er uns Fortbildungen zu verschiedenen Themen (z. B. Meningitis) an.
Die Rotation war abwechslungsreich und praxisnah gestaltet:

2 Wochen Normalstation:
In den ersten zwei Wochen lernte ich das Team kennen und bekam ein Gefühl dafür, wie das Fachgebiet im Klinikum DA organisiert ist. Jeden Morgen fand um 8:30 Uhr eine Frühbesprechung in der Neuroradiologie statt – eine Gelegenheit, später auch eigene Patienten vorzustellen, wenn man wieder auf der Normalstation rotiert war.

2 Wochen Stroke-Unit:
Ich verbrachte eine Woche auf der Stroke-Unit und begleitete die Visite, durfte Patienten untersuchen und aktiv an der Stationsarbeit (Dokumentation, Anmelden von Untersuchungen etc.) mitwirken. In der zweiten Woche arbeitete ich mit dem Stroke-Dienst (Stroke/ZNA) zusammen. Wenn kein Schlaganfall angekündigt war, konnte ich zusammen mit der Assistenzärztin die transkraniellen- sowie hirnversorgenden Gefäße der stationären Patienten schallen. Bei einem potenziell anstehenden Schlaganfall sind wir dann gemeinsam in den Schockraum gegangen. Ich hatte sogar einmal die Gelegenheit, nach der Lyse bei einer mechanischen Thrombektomie den Radiologen über die Schulter zu schauen.

2 Wochen ZNA:
Als PJler hatten wir einen PC-Zugang und konnten im System jederzeit nachvollziehen, wenn ein neuer Patient in die Notaufnahme kam. Ich durfte mir aussuchen, welchen Patienten ich zunächst allein (Anamnese, Untersuchung, Dokumentation) anschauen möchte, um das weitere Vorgehen anschließend mit dem ZNA-Dienst zu besprechen. Das direkte Feedback zu den Untersuchungen und dem weiteren Procedere war äußerst hilfreich. In der Notaufnahme lernt man sehr viel!

2 Wochen Neurointensivstation:
Jeder Tag auf der Intensivstation begann mit der Übergabe des Nachtdienstes am Patientenbett, gefolgt von der Visite. Die meisten Patienten waren intubiert und beatmet. Auch hier konnte ich unter Aufsicht die Gefäße sowie Lunge und Abdomen schallen. Sowohl die Assistenzärztin als auch der Oberarzt erklärten mir dabei vieles – von perkutaner Dilatationstracheotomie über Punktionen bis hin zur PICCO-Methode. Unter Aufsicht durfte ich zudem arterielle Zugänge legen.

Normalstation & eigenständige Patientenbetreuung:
Nach der Rotation kehrte ich auf die Normalstation zurück und bekam eigene Zimmer, die ich selbstständig betreuen durfte. Die Vorstellung der Patienten bei der Visite vor dem Oberarzt oder Chefarzt und die anschließende Besprechung der Krankheitsbilder sowie des weiteren Vorgehens waren sehr lehrreich. Natürlich wird man in dem Zusammenhang auch das ein oder andere Mal abgefragt. Durch regelmäßiges Feedback wurde man zunehmend selbstständiger und routinierter in der klinisch-neurologischen Untersuchung. Auch Lumbalpunktionen standen auf der Tagesordnung, sodass hier eine deutliche Lernkurve entstand. Für die betreuten Patienten durfte ich zudem die Entlassungsbriefe verfassen, die ich dann mit der Assistenzärztin besprach.

Neurophysiologie:
Am Ende meines Tertials erhielt ich ein Einblick in die Neurophysiologie: Ich konnte den Untersuchungen bei Patienten zusehen und durfte anschließend gemeinsam mit der Assistenzärztin ausgewählte Untersuchungen an uns selbst durchführen. Viele spannende Befunde wurden von dem medizinisch-technischen Assistenten der Neurophysiologie ausführlich erklärt.

Während der gesamten Zeit konnte ich zahlreiche praktische Fertigkeiten erlernen und selbst anwenden. Das junge und offene Team war stets bemüht, mir alles Wichtige zu erklären und bei Fragen unterstützend zur Seite zu stehen. Regelmäßige interne Fortbildungen an Dienstagen und Donnerstagen sowie fachliche Präsentationen sorgten zusätzlich für eine intensive und praxisnahe Lernatmosphäre.
Auch die oberärztliche Ebene war äußerst sympathisch und kompetent: Es wurde großer Wert daraufgelegt, dass man kontinuierlich dazulernt – so wurde man beispielsweise telefonisch informiert, wenn spannende Fälle oder interessante Untersuchungen anstanden. Der Chefarzt selbst bemühte sich, uns einen herzlichen Empfang im Team zu bereiten und den kontinuierlichen Wissenstransfer zu fördern.

Neben den fachlichen Aspekten war auch die Organisation des gesamten PJs am Klinikum DA hervorragend. Bereits am ersten Tag des Tertials wurden wir von Frau Brandt, unserer PJ-Betreuerin, herzlich empfangen und alle organisatorischen Details (Wäschekarte, PC-Zugang, Spinde etc.) geklärt. Frau Brandt war jederzeit erreichbar und unterstützte uns in allen Belangen – wirklich, jedes Lehrkrankenhaus sollte eine so engagierte Betreuung haben. Die PJ-Wohnung mit eigenen Spinden, in der man sich in Ruhe umziehen kann, sowie der regelmäßig stattfindende PJ-Unterricht rundeten das Gesamtpaket ab. Die Atmosphäre unter den PJ-Studierenden war stets herzlich und unterstützend.
Insgesamt hat mich dieses PJ fachlich und persönlich sehr bereichert – alle Studierende, die interessiert und motiviert sind kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich kann das Wahlfach Neurologie an diesem Haus uneingeschränkt weiterempfehlen.
Bewerbung
Über das PJ-Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Fallbesprechung
Nahtkurs
EKG
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Botengänge (Nichtärztl.)
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
Braunülen legen
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Rehas anmelden
Notaufnahme
Patienten aufnehmen
Punktionen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
399

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1