PJ-Tertial Nephrologie in Staedtisches Klinikum St. Georg (1/2025 bis 3/2025)

Station(en)
10.2
Einsatzbereiche
Diagnostik, Station
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Die Klinik für Nephrologie bietet eine exzellente Möglichkeit für das Innere-Tertial und verdient uneingeschränkte Empfehlung. Schon zu Beginn wird klar, dass hier ein äußerst erfahrenes und engagiertes Team arbeitet, das nicht nur fachlich kompetent und empathisch ist, sondern auch viel Wert auf die Ausbildung der PJler legt. Die Lehre wird hier nicht nur auf dem Papier großgeschrieben, sondern auch aktiv umgesetzt: Vom ersten Tag an wird man als PJler in die Betreuung der eigenen Patienten einbezogen, angefangen bei der Aufnahme bis hin zum Arztbrief. Dabei steht jederzeit ein Facharzt zur Verfügung, um Fragen zu beantworten oder bei Unsicherheiten zu helfen.

Besonders hervorzuheben ist Chefarzt PD Dr. Wendt, der zweimal wöchentlich eine ausführliche Visite durchführt. In diesen Visiten werden nicht nur die Patienten intensiv besprochen, sondern auch stets aktuelle Studien zur Diagnostik und Therapie herangezogen. Dies gewährleistet eine evidenzbasierte, auf dem neuesten Stand der Wissenschaft beruhende Patientenversorgung. Die Diskussionen sind intensiv, was aber keineswegs bedeutet, dass man als PJler außen vor bleibt – im Gegenteil, eigene Beiträge und Ideen sind stets willkommen und werden geschätzt. Darüber hinaus ist auch die höchst emphatische Art des Chefarztes mit den Patienten umzugehen zu betonen.

Die Aufgaben während des Tertials sind vielfältig und lehrreich. Man hat die Möglichkeit, eigenständig Blutentnahmen und Flexülen, auch sonographisch gestützt, zu setzen, Visiten durchzuführen, Patienten aufzunehmen und Arztbriefe zu schreiben, was einen wertvollen Einblick in die tägliche Arbeit eines Arztes gewährt. Besonders spannend sind auch die Chefvisiten, bei denen Dr. Wendt komplexe Inhalte nicht nur verständlich erklärt, sondern auch gezielt fachliche Fragen stellt, die man recherchieren und bei der nächsten Visite mit ihm umfassend bespricht. So bleibt der Lernprozess nie auf der Strecke, und man wird stets gefordert, aber auch umfassend unterstützt.

Ein weiteres Highlight der Klinik ist die Möglichkeit, auch in der Dialyseabteilung des KfH-Nierenzentrums zu hospitieren, wo man noch tiefer in nephrologische Fragestellungen eintauchen kann und ebenfalls spannende praktische Arbeiten selbstständig durchführen kann. Auch hier sind alle Ärztinnen und Ärzte sehr freundlich und kompetent.

Das Patientenspektrum ist äußerst abwechslungsreich und reicht von speziellen nephrologischen Diagnosen bis hin zu allgemein-internistischen Patienten, bei denen die Nephrologie nur einen Teilaspekt der Behandlung darstellt. Diese breite Mischung bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, klinische Fähigkeiten und ein breites medizinisches Wissen zu entwickeln, also bestens für die M3-Vorbereitung geeignet.

Zusammengefasst ist die Klinik für Nephrologie ein ausgezeichneter Ort für das Innere-Tertial. Das Team ist nicht nur fachlich und menschlich erstklassig, sondern auch unglaublich unterstützend und engagiert, die PJler aktiv in ihre Arbeit einzubinden und deren Lernerfolg zu fördern. Wer sich für Nephrologie interessiert oder einfach eine hervorragende klinische Ausbildung im Bereich Innere Medizin erhalten möchte, ist hier bestens aufgehoben.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
EKG
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Röntgenbesprechung
Braunülen legen
Briefe schreiben
Chirurgische Wundversorgung
Untersuchungen anmelden
EKGs
Patienten untersuchen
Punktionen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07