Ich war dort als Famulantin und fasse dabei auch die Sicht der KPJ-Studierenden mit zusammen. Leider wurden wir kaum ins Team integriert, sondern eher an die Turnusärzte „weitergereicht“. Ein echtes Interesse an unserer Ausbildung war nicht spürbar – wir waren hauptsächlich als günstige OP- und Sectio-Assistenz eingeplant. Einen wirklichen fachlichen Einblick konnten wir dadurch nicht gewinnen, im Gegenteil: Bei interessanten Fällen wurden wir eher weggeschickt.
Auch die Teamdynamik war schwierig. Es herrschte eine spürbar schlechte Stimmung, viele sprachen schlecht hinter dem Rücken anderer Kollegen. Diese angespannte Atmosphäre hat sich stark bemerkbar gemacht und das Arbeiten unangenehm gemacht. Die Abteilung ist chronisch unterbesetzt, und das merkt man auch. Sogar die Patientinnen haben angegeben zu spüren, dass was hier nicht passt.
Empfehlen würde ich eine Famulatur dort nicht. Die zwei Wochen haben sich sehr gezogen; ab Mittag gab es meist keine Aufgaben mehr, früher gehen durften wir allerdings nie.