PJ-Tertial Chirurgie in Krankenhaus Martha-Maria Halle-Doelau (6/2025 bis 10/2025)

Station(en)
B0, B2
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Halle
Kommentar
Mein Chirurgie-Tertial war mein 3. Tertial im PJ. Wir sind am ersten Tag im Sekretariat vom Chef begrüßt worden und haben unsere Rotationspläne erhalten. Ich hatte vorher auch per Mail darum gebeten, in der Allgemeinchirurgie eingeteilt zu werden, dieser Wunsch ist berücksichtigt worden.
Insgesamt habe ich 2 Monate in der Allgemein-/Viszeralchirurgie verbracht (davon auch 2 Wochen bei den Gefäßchirurgen, das ist dieselbe Station, aber andere Patienten) und 1 Monat in der Thoraxchirurgie.
Allgemein-/Viszeral-/Gefäßchirurgie: Wir waren hier zu dritt eingeteilt. Früh ging's direkt auf Stationsvisite und um 8 Uhr fingen die OPs an. Wer nicht mit assistierte, ging Blut abnehmen und Flexülen legen. Es gibt auf der Station aber auch mind. eine MFA, die auch mit Blutentnahmen macht, also waren das i.d.R. keine überfordernden Mengen. :)
Über den Vormittag war man dann auf Station meist mit Aufnahmen beschäftigt. Hier gibt es einen ziemlich standardisierten Ablauf, der einfach abgearbeitet werden musste. Über die Notaufnahme kamen auch regelmäßig Patienten. Hier sind wir entweder direkt mit jemandem von der Station hingegangen, um Anamnese/Untersuchung zu machen oder wir wurden vorgeschickt, um das vorzubereiten und haben die Patienten dann später vorgestellt.
Im OP-Plan war immer markiert, wenn PJler gebraucht wurden und wir durften dann unter uns aufteilen, wer was macht. Insgesamt ist man die meiste Zeit natürlich schon eher damit beschäftigt, irgendetwas festzuhalten oder Fäden abzuschneiden, aber hin und wieder durfte ich auch Hautnähte machen und bei laparoskopischen Eingriffen die Kamera führen (letzteres kam bei Personalmangel recht häufig vor). Die meisten Kollegen haben auch sehr bereitwillig OP-Techniken erklärt und Fragen beantwortet. Es bestand auch die Möglichkeit, Blasenkatheter legen zu üben, i.d.R. direkt im OP, wenn die Patienten schon in Narkose liegen, aber ich denke, hier ist ein bisschen Eigeninitiative nötig, weil das nicht alle Kollegen im OP auf dem Schirm haben.
Generell habe ich mich im Team wohlgefühlt. Es wurde Wert darauf gelegt, dass alle, die vormittags gerade nicht im OP sind, zusammen frühstücken, um auch mal eine kurze Zeit nicht nur über die Arbeit zu reden.

Thoraxchirurgie: Hier ist man i.d.R. allein eingeteilt, weil die Abteilung nicht sehr groß ist. Ich war in einer Zeit hier, in der die Besetzung recht knapp war, daher war ich sehr eng in die Stationsarbeit eingebunden. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon 1,5 Tertiale in Dölau gearbeitet hatte, hat das für mich ganz gut funktioniert. Ich denke aber, dass hier auf den individuellen Lernstand auch Rücksicht genommen wird. Generell hat mir das Team hier sehr viel Dankbarkeit für meine Arbeit entgegen gebracht, was ich sehr schön fand.
Früh ist Visite, danach wird Dokumentation gemacht (meistens habe ich mir das mit den Kollegen aufgeteilt). Vormittags sind auch hier meistens Aufnahmen zu machen (nicht sehr viele, aber die einzelnen sind i.d.R. etwas aufwendiger).
Da viele OPs hier thorakoskopisch durchgeführt werden, habe ich auch hier häufig die Kamera geführt. Trotzdem durfte ich hier regelmäßig Hautnähte machen, Katheter legen und teilweise auch Throkarzugänge anlegen (das kam ein bisschen auf den jeweils operierenden Kollegen an).
Ich möchte keinen chirurgischen Facharzt machen, was ich auch immer kommuniziert habe, war aber generell recht interessiert an der Chirurgie. Das geht natürlich nicht allen so. Gerade in der Thoraxchirurgie hatte ich aber das Gefühl, dass das auch berücksichtigt wird - ich denke, der OP läuft hier prinzipiell auch ohne OP-Assistenz durch PJler und man kann hier ein bisschen nach seinen eigenen Interessen arbeiten.
Ich möchte aber auch nicht unerwähnt lassen, dass es einige Phasen gab, in denen ich allein im Arztzimmer der Station war und somit primäre Ansprechpartnerin für Fragen war(Es gab aber immer jemanden, den ich bei anrufen konnte. Da es eine kleine Abteilung ist, war das aber meistens einer der Oberärzte oder der Chef.).
Bewerbung
Über PJ-Portal.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Braunülen legen
Rehas anmelden
Chirurgische Wundversorgung
Punktionen
Blut abnehmen
Notaufnahme
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
994

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
3
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2.07