PJ-Tertial Urologie in Krankenhaus Barmherzige Schwestern Ried (3/2025 bis 5/2025)

Station(en)
Urologie
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Station, OP
Heimatuni
Aachen
Kommentar
Ich habe auf eigenen Wunsch Urologie (da ich es mir als potentielle Fachrichtung anschauen wollte) als Rotation meines Chirurgie-Tertials gemacht. Für allgemeine Infos zum Krankenhaus und zur Freizeitgestaltung in Ried siehe Chirurgie-Bewertung.

Von meiner Zeit in der Urologie bin ich sehr begeistert. Der Arbeitstag beginnt um 07:30 Uhr mit der Frühbesprechung. Danach findet die Visite statt. Anschließend wird meist mit dem gesamten Team Kaffee getrunken. Den Tag als PJler verbringt man dann entweder mit OP-Assistenz oder in der Ambulanz. Stationäre Aufnahmen kann man auch machen, habe ich in meiner Zeit aber nie gemacht. In der Ambulanz wird man am Anfang in die Routinefertigkeiten wie Dauerkatheter-Wechsel, Wechsel suprapubischer Katheter, BCG/Mitomycin-Instillationen etc. eingelernt und wird dann immer mal wieder (wenn kein Turnusarzt da ist auch teilweise sehr häufig) von der Ambulanz angerufen, um diese Dinge zu erledigen. Ansonsten kann man in der Ambulanz DRU, Ultraschall usw. lernen. Insbesondere die Spezialsprechstunden (Onkologie, Inkontinenz, Kinderurologie) fand ich sehr interessant oder wenn jemand aus der Notaufnahme gekommen ist. Im OP ist man meistens erste und einzige Assistenz, bei größeren Eingriffen zweite Assistenz. Man kann sich auch wenn man nicht gebraucht wird häufig dazu waschen oder im DaVinci an der Konsole zuschauen. Ich wurde hier sogar öfter als in der Chirurgie aufgefordert zu Nähen oder zu ligieren (ohne das ich nachfragen musste!). Das ganze Team ist super nett insbesondere Markus, Franziska und der Ausbildungsbeauftragte Daniel haben mir sehr viel beigebracht. Daniel hat mir manchmal nach der Nachmittagsbesprechung noch einen spontanen Vortrag zb über Notfälle in der Urologie gehalten oder mit mir einen kleinen Naht- und Knotenkurs am Modell gegeben. Franziska hat mich angeleitet eine Zirkumzision selbstständig durchzuführen und Markus hat mich am zweiten Tag mit zu einer robotisch assistierten radikalen Prostatektomie genommen (und später auch zu anderen spannenden OPs) ohne dass er meine Hilfe bei der OP gebraucht hätte. Sowas habe ich in meinem ganzen PJ vorher noch nie erlebt, dass mich jemand mit zu einer OP nimmt, ohne mich zu brauchen, nur um mir eine OP zu zeigen. Wahnsinn. Gegen 12:15 Uhr ist nochmal eine Visite (bei der ich aber nicht immer mitgegangen bin). Um 13 Uhr ist Röntgenbesprechung und danach Nachmittagsbesprechung. Danach bin ich manchmal nochmal in den OP oder in die Ambulanz oder habe noch Sachen mit Daniel besprochen. Wenn es mal ruhig war, bin ich aber auch teilweise dann schon gegangen. Länger als 15:30 war ich nicht da, meisten so bis 14:30 Uhr. Dienste habe ich keine mitgemacht, aber ist nach Absprache bestimmt problemlos möglich und man bekommt dafür freie Tage. Auch wegen Studientagen etc. lässt sich mit Sicherheit verhandeln. Mittagessen war auch immer möglich. Insgesamt hat man sich recht frei bewegen können zwischen Station, Ambulanz und OP, je nachdem woran man interessiert war. Insgesamt also eine tolle Erfahrung. Und Uro fand ich als Fach auch sehr cool.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Braunülen legen
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Punktionen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Unterkunft gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
900

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1