Die Organisation im Voraus und während man dort ist, ist wirklich hervorragend. Die einzige Person, die nicht schnell auf Emails reagiert hat, war ich. Ich habe mich relativ spontan beworben, also ein paar Monate vorher und da gab es noch Plätze im Wohnheim.
Weil ich während der Sommermonate da war, gab es keinen Radiologie-Unterricht für die Assistenten, das fand ich schon ein wenig schade. Dafür gibt es jeden Dienstag für die Unterassistenten/PJ-ler einen Röntgen-Thorax-Unterricht, in der eine strukturierte Herangehensweise an die Befundung gelehrt wird.
Vormittags ist man immer einem Assistenten zugeteilt und ist da natürlich ein bisschen von dessen Engagement abhängig, die meisten sind aber sehr freundlich und motiviert, einem etwas beizubringen. Andernfalls kann sich der Tag dann schon sehr in die Länge ziehen. Nachmittags ist man dann im Befundungsraum eingeteilt und hat da in der Regel auch einen Arbeitsplatz. Mir war da manchmal nicht ganz klar, wem ich was schicken kann und hab das dann in der Regel dem Assistenten geschickt, bei dem ich eingeteilt war. In den 8 Wochen war auch ein Tag interventionelle Radiologie vorgesehen, da es mir da gut gefallen hat, durfte ich dort nochmal eine Woche verbringen. Die letzte Woche war ich in der Radiologie im Kinderspital, das war für einen Tag wirklich interessant, allerdings sitzt man die ganze Zeit daneben und ich finde, dass eine Woche dann viel zu lang ist. Außer wenn man eben gern den ganzen Tag (gut 9h) irgendwo daneben sitzt. Da ich mein Tertial gesplittet habe und die andere Hälfte in einem deutlich kleineren Krankenhaus abgeleistet habe, kann ich ein wenig die Vor- und Nachteile aufzählen.
Pro:
immer sehr große Auswahl an Bildern, aus allen Fachbereichen und Modalitäten. Im Gegensatz dazu, gabs in der Liste in Deutschland manchmal wenig passendes.
Möglichkeit, mal in die Kinderradiologie reinzuschauen
sehr moderne, neue Einrichtung mit vielen Geräten
wirklich flache Hierarchie, man ist mit allen per Du
(bei mir wegen Sommerpause zwar weggefallen, aber Assistententeaching)
Contra:
man geht schon auch ein bisschen unter
abhängig vom Engagement des Assistenten. In Deutschland hatte ich eigentlich den ganzen Tag meinen eigenen Arbeitsplatz und konnte die Befunde immer den Oberärzten zum Besprechen schicken.
In der Intervention vor allem zuschauen, in DE durfte ich eigentlich immer "mithelfen"
Für mich war es keine schlechte Entscheidung, beides mitzunehmen. Was ich noch hervorheben möchte: Dort gibt es einige Ärzte, die sich wirklich Mühe geben und auf einen zugehen. Da habe ich am meisten mitgenommen.