PJ-Tertial Innere in Centre Hospitalier de Luxembourg (11/2024 bis 2/2025)

Station(en)
Kardiologie, Gastroenterologie, Infektiologie
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich habe ein volles Tertial am CHL in der Inneren verbracht. Ich wurde auf die Kardiologie, Gastroenterologie und Infektiologie eingeteilt. Angeblich hätte man sich seine Tertialrotationen auch wünschen können. Die Nachricht habe ich aber vor Tertialstart nicht erhalten. Ich war aber auch so ganz zufrieden mit der Einteilung.

Kardiologie: Hier sind die Tage definitiv am längsten. Morgens geht es früh los mit Besprechungen und je nach Oberarzt schließt sich die Visite direkt an. Danach gibt es kaum Aufgaben für PJler bis um 16/17 Uhr neue Aufnahmen auf Station kommen. Diese nimmt man selbständig auf und bespricht sie mit den Assistenzärzten.
Zwischendrin kann man auch mal bei Echos zuschauen oder ins Herzkatheterlabor gehen.

Gastroenterologie: Hier startet der Tag mit den Assistenzärzten. Meist kommt dann der Oberarzt zur Visite dazu. Da die Gastro teils nur aus 4-8 Patienten besteht, ist danach für die Studenten nicht mehr viel zu tun. Ich bin dann meist in die Endoskopie gegangen. Hier kann man gut zuschauen und sich die Zeit vertreiben.

Infektiologie: Hier gibt es keinen klaren Tagesablauf. Die Assistenzärzte starten die Visite selber und unterbrechen sie auch wenn nötig. Dadurch fiel es auch mir schwer einen Tagesablauf mit genügend Aufgaben zu entwickeln. Meist wurde mir gesagt, ich solle einfach mal zu einem Patienten gehen und mich mit ihm unterhalten. Aber das ist keine Aufgabe, die einen kompletten Monat füllt. Mittags gab es meist eine Teambesprechung.

Freitags gab es für alle Assistenzärzte eine Fortbildung, zu der auch die Studenten eingeladen waren. Diese war mal mehr mal weniger interessant. Aber definitiv eine gute Abwechslung zum Stationsalltag. Hier gab es auch kostenlose Getränke und Essen für alle.

Verpflegung: In dem Krankenhaus gab es eine Kantine mit vergünstigten Preisen (etwa 2,7 € für Salat, Suppe, Hauptgericht und Dessert).

Unterkunft: Habe ich über Airbnb gefunden. Im Vergleich zu Deutschland war sie natürlich extrem teuer. Etwa 1250 € im Monat. Die 800 € Gehalt haben das wieder etwas ausgeglichen. Eigentlich gibt es auch ein Wohnheim direkt am Krankenhaus. Hier wurde mir aber gesagt, dass dieses nicht mehr für Studenten zur Verfügung steht. Während meiner Zeit in Luxemburg haben dort aber Studenten gewohnt ...

Sprache: In Luxemburg werden Französisch, Deutsch und Luxemburgisch gesprochen. Französisch ist aber zumindest im Krankenhaus die Hauptsprache. Die Oberärzte sind häufig Luxemburger und sprechen alle drei Sprachen. Die Assistenzärzte kommen häufig aus Frankreich oder Belgien und sprechen nur Französisch. Ich kann es also nur empfehlen, dass man mindestens B1/B2 Französisch spricht. Es ist aber keine Voraussetzung für die Bewerbung über das PJ-Portal.

Fazit: Das Tertial in Luxemburg war für mich eine interessante Erfahrung. Gerade der Mix der Sprachen ist äußerst faszinierend. Fachlich habe ich in dem Tertial nicht so viel gelernt. Vieles habe ich dann einfach während der langen Wartezeiten bei Amboss selber wiederholt und nachgelesen. Richtige Aufgaben gibt es für PJler nicht, da vieles von der Pflege übernommen wird bzw. die Assistenzärzte selber erledigen.
Das Land Luxemburg selber ist nicht besonders groß. In der Vorweihnachtszeit war ich häufiger mal auf den Weihnachtsmärkten oder bin am Wochenende in die umliegenden Städte in Luxemburg/Frankreich/Belgien/Deutschland gefahren (in Luxemburg selber ist der gesamte ÖPNV kostenlos!). Über Weihnachten habe ich dann einige Fehltage genommen und war so effektiv etwa drei Monate vor Ort. Das hat auch definitiv gereicht. In der Zeit hat man den Großteil des Landes erkundet.
Bewerbung
Die Bewerbung läuft einfach über das PJ-Portal über die Universität des Saarlandes. Nach dem Ablauf der Fristen bekommt man automatisch eine Mail vom CHL. Der Koordinator Paul ist wirklich nett und hat uns immer weitergeholfen.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Repetitorien
Tätigkeiten
Poliklinik
Briefe schreiben
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
800

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
4
Betreuung
3
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2.13