PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Lukaskrankenhaus (11/2024 bis 3/2025)
Station(en)
Radiologie
Einsatzbereiche
Diagnostik
Heimatuni
Duesseldorf
Kommentar
Ich kann das Tertial in der Radio zu 100% empfehlen !
Man wird am ersten Tag von den anderen PJlern durchs Haus geführt und hat einen Einführungstag mit EDV und Hygiene , danach darf man nach Hause gehen. Die PJ Koordinatorin meldet sich schon frühzeitig und macht mit jedem einen eigenen Termin vor dem PJ-Start, stellt einen in der Abteilung vor, organisiert die Kleidung, Passwörter etc und ist kontinuierlich Ansprechpartnerin. Man kann sich auch super in der Whatsappgruppe unter den PJlern austauschen und Fragen stellen. Ich durfte ohne Probleme an den Ethik-Seminaren des UKD teilnehmen und wurde freigestellt.
Ich habe mich im Team total wohl gefühlt und gut aufgenommen, sowohl die MFAs als auch die Ärzte waren sehr nett und bemüht.
Mit dem Chef hat man nicht viel zu tun, aber er ist total nett, auch in der Prüfungskomission als Vorsitz, korrigiert die geschriebenen Befunde und schaut manchmal bei einem vorbei und fragt ob alles in Ordnung ist. Er meldet bei Interesse den aktuellen PJler für ein Stipendium für den Röntgen Kongress an, was ich von Herzen empfehlen kann! Das war mein erster Kongress und eine super Erfahrung ! Ich bin so dankbar, dass ich das mitnehmen konnte.
Ich habe täglich von OA H. 3 interessante Lehr-Fälle, die ich mir eigenständig anschauen konnte erhalten und die er immer, egal wie viel Stress war, mit mir besprochen hat. Er ist generell super engagiert und sehr an der Lehre interessiert, gegenüber seinen AÄ und den PJLern.
Man startet in der Regel in der konventionellen Diagnostik, also im Röntgen, da sitzt man erstmal daneben, man darf aber auch schnell selbst Befunde schreiben, das hat mir später richtig Spaß gemacht, leider war dann nicht immer ein PC frei. Man ist total frei in den Bereichen und kann immer dorthin wo gerade was los ist. Ich bin dann später ins CT gewechselt und durfte dort die Viggos fürs KM legen und die Aufklärung machen, die Nieren- und Schilddrüsenwerte kontrollieren und dann bei der Befundung dabei sein. Das entlastet die Assistenten auch, da sie dann ohne Unterbrechung befunden können, t.w. ist im CT nämlich ein hoher Durchlauf. Ich habe dort erst das Viggo legen gelernt und daher hat es öfter auch nicht geklappt, aber keiner war dann genervt o.ä. Ich habe auch dort halbwegs Schallen gelernt, das wäre dann der nächste Bereich in den man rotieren kann. Ich hatte vorher keinen Kurs und habe hier die Basics gelernt, wenn die Liste nicht so lang war, durfte ich immer vorschallen. Im US konnte ich auch immer mit zum Alarm laufen und im Schockraum dabei sein.
Wenn man möchte kann man auch ins MRT und bei Interesse sicher auch in die Nuklearmedizin und zu den Röntgenbesprechungen, aber das ist nicht direkt Standard und mir hat es so wie es war gut gefallen. Wenn was spannendes da war, wurde man auch immer dazugerufen und man konnte auch speziellere Diagnostik wie eine Defäkografie oder Schluckröntgen kennenlernen, sowie interventionelle Verfahren.
Man hat keinen Studientag, kann aber "Nachtdienste" ab ca. 16 Uhr machen und hat ein Ausgleichsfrei, das man sich auch aufsparen kann fürs Ende des Tertials. Früher gehen oder Arzttermine sind kein Problem nach Absprache - aber es wird Wert darauf gelegt, das nicht auszunutzen!
Ich war die einzige PJlerin ohne Überschneidung mit der versetzten Kohorte und da es mein erstes Tertial war, hätte ich mir schon manchmal jemanden zum Austauschen gewünscht. Man hat aber jeden Mittwoch verpflichtend von 12-13 Uhr Fortbildung/VL mit allen PJlern und darf danach nach Hause gehen. Anschließend wäre noch Pädiatrie Fortbildung freiwillig und Dienstags Chirurgie Fortbildung freiwillig.
Mittlerweile wurden viele neue Assistenzärzte eingestellt und mehr PC-Arbeitsplätze geschaffen, die beiden CTs sind in meiner Zeit ausgetauscht worden. Ich weiß nicht wie sich das auf den Alltag des PJlers auswirkt, aber nett und bemüht sind sicherlich immer noch alle. Schade, dass ich Radio nicht als Facharzt anstrebe, sonst hätte ich mich definitiv dort beworben ! :)
Es ist wie meistens im PJ, es kommt viel auf einen selbst an, wie viel Interesse man hat und wie viel Eigeninitiative man zeigt, wenn man lieber früh nach Hause geht, ist das in der Regel auch in Ordnung. Ich kann euch nur empfehlen euch für euch selbst Lernziele zu überlegen und diese dann zu kommunizieren und umzusetzen. Das wäre das einzige was ich mir noch als Verbesserung vorstellen könnte, dass es einen Lernzielkatalog o.ä. geben würde, womit man etwas strukturierter vorgehen kann, aber das freie Gestalten hat auch Vorteile.