PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Hospital Universitario General Carlixto Garcia (9/2024 bis 12/2024)

Station(en)
Allgemeinchirurgie
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme
Heimatuni
Giessen
Kommentar
Pro:
-man lernt sehr gut körperliche Untersuchung und Anamnese, da weiterführende Diagnostik eher rar ist
-die Ärzte sind gut ausgebildet und geben ihr Wissen gerne weiter
-alle freuen sich, dass man da ist und sich für das kubanische Gesundheitssystem interessiert
-es werde nur wichtige OPs durchgeführt, sprich man verbringt nicht so viel Zeit im OP
-Havanna ist ein städtisch ein wunderschöner Mix aus Kolonialepoche, Realsozialismus und Moderne
-die Leute vor Ort freuen sich ebenfalls sehr, dass man da ist und sind sehr interessiert daran, woher man kommt und wie das Leben in Deutschland ist
-auch landschaftlich ist Kuba wunderschön, es gibt malerische Küsten, Berge zum Wandern, Wasserfälle uvm.
-es gibt trotz der Armut kaum Kriminalität, auch wenn man natürlich auf seine Wertsachen aufpassen sollte
-insgesamt gibt es echt viel zu sehen, nicht nur Havanna, sondern auch Santiago de Cuba, Vinales, Trinidad, CIenfuegos sind einen Besuch wert
-die Familie, mit der ich gelebt habe, ist wundervoll. Ich habe mich da wirklich sehr willkommen und als Teil der Familie gefühlt
-die meisten Kubaner sprechen nur Spanisch, deshalb sind Grundkenntnisse absolut notwendig, allerdings wird man vor Ort auch schnell besser in Sprache und Verständnis, da man gezwungen ist Spanisch zu sprechen und nicht ins Englische ausweichen kann

Kontra:
-Kuba ist ein armes Land, Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit steigen seit ein paar Jahren wieder an, was dazu führt, dass Menschen dort betteln und ,,reiche'' Ausländer manchmal fast schon bedrängen
-außerdem wirkt sich die Orientierung Kubas auf den Tourismus auch darauf aus, dass versucht wird, möglichst viel Geld mit Touris zu verdienen, sei es mit Geldwechsel oder überteuerten Taxifahrten --> das hält sich allerdings im Rahmen, in anderen Staaten habe ich es schon deutlich schlimmer erlebt
-durch die ökonomische Krise seit ein paar Jahren kommt es immer wieder zu Stromausfällen, die manchmal länger und manchmal kürzer dauern
-auch die kulinarische Vielfalt ist durch die Außenhandelsbeschränkungen begrenzt, die Kubaner versuchen aber das Beste aus lokalen Nahrungsmitteln zu machen
-die Lebenshaltungskosten steigen durch die massive Inflation seit ein paar Jahren, sodass für Europäer Ernährung dort zwar immer noch sehr erschwinglich ist, allerdings teurer als erwartet war
-ATMs funktioniere dort meistens nicht, sodass ausreichend Bargeld absolut Pflicht ist
Bewerbung
Die Bewerbung verlief recht entspannt über Email ([email protected] Prof. Garbey Savigne). Es dauerte aufgrund der lateinamerikanischen Gelassenheit etwas länger, aber am Ende hat alles funktioniert. Sogar als ich Probleme mit der Zahlung vor Ort hatte, wurde mir schnell geholfen.
Die Studiengebühren betrugen zum Zeitpunkt meines Tertials knapp 2800€, die allerdings über deutsche Stipendien finanziert werden können. Hier lohnt es sich, sich früh zu kümmern.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Repetitorien
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Tätigkeiten
Braunülen legen
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Notaufnahme
Untersuchungen anmelden
Poliklinik
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Röntgenbesprechung
Punktionen
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Gebühren in EUR
3500€ für 4 Monate

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.67