Meine 8-wöchige KPJ-Zeit an der HNO kann ich sehr empfehlen. Das junge, sehr nette und motivierte Team nimmt Studierende von Beginn an herzlich auf und bindet sie aktiv in den Alltag ein.
Der Tag beginnt um 7:00 Uhr mit der Morgenbesprechung, anschließend folgt die Visite. Danach kann man sich grundsätzlich frei aussuchen, ob man in den OP, die Ambulanz oder den Eingriffsraum gehen möchte. Gelegentlich wird eine OP-Assistenz benötigt; man macht sich mit den Turnusärzten aus, wer assistieren geht. Wenn man besonderes Interesse an einer Operation (bei der keine Assistenz ausgeschrieben ist) zeigt, darf man sich in der Regel mit einwaschen und aktiv dabei sein. Ansonsten ist man zum Zuschauen immer herzlich willkommen. Das OP-Spektrum ist breit gefächert und reicht von Standardeingriffen wie Tonsillektomien, Polypenoperationen oder FESS bis hin zu großen Tumoroperationen, was die Zeit im OP besonders spannend macht.
In der Ambulanz hat man – je nach Patientenaufkommen – häufig die Möglichkeit, selbstständig Anamnese und Status zu erheben, was sehr lehrreich ist. Auch im Eingriffsraum ist man jederzeit willkommen und kann bei Eingriffen wie Basaliomentfernungen oder Deckungen assistieren oder zuschauen.
Sehr positiv hervorzuheben ist die offene Lernatmosphäre: Man kann jederzeit Fragen stellen, und es wird sich stets Zeit genommen, Dinge ausführlich zu erklären. Zusätzlich gibt es regelmäßige Fortbildungen für Turnusärzte und KPJ-Studenten.
Eine kostenlose Unterkunft kann zur Verfügung gestellt werden. Diese befindet sich direkt neben dem Krankenhaus und ist eher einfach und etwas älter (Zimmer mit Bett, Tisch, Sessel und Waschbecken; WC, Dusche und Küche sind am Gang). Ich selbst bin gependelt, was ebenfalls gut möglich war.
Insgesamt handelt es sich um eine sehr lehrreiche, wertschätzende und gut strukturierte KPJ-Stelle, die ich Studierenden wärmstens empfehlen kann.