PJ-Tertial Innere in King Chulalongkorn Memorial Hospital (7/2024 bis 9/2024)

Station(en)
Gastroenterology, General Medicine
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik
Heimatuni
Muenster
Kommentar
Allgemeines
Am ersten Tag wurde ich im International Village begrüßt. Dort ist Ms. Nuchanat zuständig. Sie bringt einen dann gemeinsam mit den anderen Internationals zu den jeweiligen Stationen. Die Course Fee von 500 US Dollar (für 8 Wochen) bezahlt man dann später in Bar bei ihr im Büro. Die Organisation und der erste Tag vor Ort waren sehr gut strukturiert.

Gastroenterology (4 Wochen)
In der Gastroenterologie war ich fest einem Supervisor (Professor) zugeordnet. Hier habe ich dann quasi 4 Wochen lang bei ERCPs, Koloskopien und Gastroskopien zugeschaut. Insgesamt war es aber sehr interessant, weil auch viele Interventionen vorgenommen wurden, die ich so aus Deutschland noch nicht kannte. Die Thais sind unglaublich freundlichen und höflich. Immer wenn man sich bei jemandem vorstellt, erklären sie von sich aus sehr gerne was gerade passiert und sie freuen sich über Rückfragen und Interesse. Mit meinem Supervisor habe ich dann die 4 Wochen geplant und wir haben immer von Tag zu Tag geschaut, wo ich gut mit gehen kann an dem Tag. Mittags gab es immer eine Konferenz, bei der alle gegessen haben. Für mich haben sie extra etwas vegetarisches organisiert.

General Medicine (4 Wochen)
In der General Medicine war ich mit 3 weiteren Internationals. Sie hatte schon Kontakt zu einem der Professoren aufgenommen. Er hat uns dann für jede Woche einen kleinen Plan gemacht, wann wir wo sein sollen. Meistens haben wir die Visiten mitgemacht und uns wurden noch interventionen gezeigt. Hier war deutlich weniger Anwesenheitspflicht. Täglich immer nur ein paar Stunden. General Medicine meint übrigens nicht die Allgemein Medizin wie in Deutschland. In Thailand ist die General Medicine die Allgemeine Innere. Ich hatte den Eindruck, dass die einzelnen internistischen Fachrichtungen dann mehr Visitenartig vorbei kamen und man gemeinsam ein allgemeines internistischen Konzept für die Patienten erarbeitet hat.

Fazit
Insgesamt schaut man dort sehr viel zu und macht wenig selbst. Man schaut teilweise bei Interventionen zu, welche man in Deutschland ohne Supervision durchführt (z.B. Sonografie). Bei den Visiten wird extra für die Internationals teilweise Englisch gesprochen oder es wird anschließend übersetzt. Freizeitmäßig hat Bangkok natürlich auch viel zu bieten und da man wenig Zeit im Krankenhaus verbringt, hat man auch viel Zeit für schöne Aktivitäten. An den Wochenenden sind wir immer mal wieder zu Orten gefahren, welche wir von Bangkok aus gut erreichen konnten (z.B. Kanchanaburi).

Falls man PJ in Bangkok macht, sollte man sich vorher gut überlegen, was man von der Zeit erwartet. Es wird vom Krankenhaus schon eine gewisse Anwesenheit erwartet. D.h. man kann nicht einfach ankommen, sich die Unterschrift holen und reisen gehen. Auf der anderen Seite schaut man im Krankenhaus halt viel zu. Man würde also in einem deutschen Krankenhaus deutlich mehr lernen. Dennoch hat sich die Erfahrung defintiv gelohnt. Bangkok ist eine coole Stadt und die Thailänder sind unglaublich nett. Man lernt viel über die Kultur und hat insgesamt einfach sehr gute zwei Monate (länger als ein halbes Tertial würde ich hier nicht verbringen).
Bewerbung
Organisation
Die Organisation war tatsächlich etwas lästig. Wir haben uns mehr als ein Jahr im Voraus beworben, haben wenig Antworten bekommen. und wurden immer wieder hingehalten uns noch zu gedulden. Obwohl sich einige Internationals später beworben hatten, hatten sie früher eine Zusage. Keine Ahnung wieso. Also wenn man nach Bangkok möchte, dann muss man immer wieder Erinnerungsmails schreiben und auch aktiv dort anrufen. Die E-Mail zur Bewerbung lautet [email protected]. Die Ansprechpartnerin ist Ms. Sawanee Kawlachan.

Visum
Wir haben dieses Visum verwendet: https://munich.thaiembassy.org/de/page/highereducation.
Unterricht
Kein Unterricht
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1