PJ-Tertial Unfallchirurgie in Universitaetsklinikum Leipzig (9/2025 bis 11/2025)

Station(en)
B2.1, B2.2
Einsatzbereiche
OP, Notaufnahme, Station
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Meine Zeit in der Chirurgie war kurz (durch Splitting) und schmerzhaft. Leider war ich genau in der Übergangszeit dort, als die PJs, die im Herbst begonnen hatten, alle ihre Fehltage am Ende ihres letzten Tertials genommen haben, sodass es nur eine sehr kurze Überlappung von Alt- und Neu-PJs gab. Wir waren zu siebt bis acht für 5 Stationen und 5 OP-Säle zuständig und ich habe hier leider wirklich nur Blut abgenommen und Haken gehalten. Ich hatte eigentlich viel Gutes gehört - es soll das LIA-Projekt geben, man werde mal von den StationsärztInnen angerufen bei Interventionsmöglichkeiten wie Punktionen oder könne selbstständig in der Ambulanz PatientInnen untersuchen. War aufgrund unserer dünnen Besetzung leider nicht möglich, was ich sehr unfair finde. Ich habe gefühlt in meiner Chirurgie-Zeit alles vergessen, was ich in der Inneren gelernt habe, ohne irgendwas dazuzulernen. Nicht mal irgendwelche Untersuchungstechniken konnte man lernen, denn man war halt den ganzen Tag Blut abnehmen und Haken halten. Sogar während der Visiten wurde man permanent weggeschickt, um schon mal Blut abzunehmen. Eigene PatientInnen vorstellen oder gar betreuen, war dadurch für mich nicht möglich. Auch im OP musste es immer schnell gehen, sodass ich vielleicht insgesamt 3x mit zunähen durfte. Wenigstens waren die ChirurgInnen und AssistentInnen wirklich meistens nett und wertschätzend, aber am Ende ist und bleibt man hier unterbezahlte Arbeitskraft. Es gibt SHKs, die exakt dasselbe machen wie wir PJs - nur eben für echtes Geld. Das war einfach mega frustrierend.

Die fest eingeplante zweitägige Rotation in die chirurgische Notaufnahme war hier auf jeden Fall mein Highlight. Da konnte man mal untersuchen und bisschen differentialdiagnostisch denken. Zum Nähen kam ich hier leider nicht, aber das war einfach blöder Zufall.

Alles in allem hab ich echt nicht viel von der Chirurgie erwartet und wurde dennoch enttäuscht. Fazit: geht hier nur hin, wenn es Überlappung mit genug anderen PJs gibt, sonst lernt man hier wenig bis gar nichts.
Bewerbung
Über das PJ Portal. Eine zweitägige Rotation in die chirurgische Notaufnahme wird dann fest mit eingeplant.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Nahtkurs
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Mitoperieren
Braunülen legen
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Notaufnahme
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
400€

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
3
Unterricht
3
Betreuung
4
Freizeit
1
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.93