Der Einführungstag ist leider ausgefallen, weil die PJ-Beauftragte nicht da war. Sonst hat man regelhaft am ersten Tag einen Einführungstag mit den neuen PJlern aus allen Fachrichtungen, wo Formalia geklärt werden und wichtige Unterlagen (Vertrag, Einführungsmappe) sowie Schlüssel und Parkkarte ausgehändigt werden. Im Vorfeld wurde jeder PJler per Mail darüber informiert wann er wo erscheinen soll. Die Unterlagen wurden im PJ-Zimmer hinterlegt. Da ich das Haus schon kannte, hatte ich keine Probleme mich zurecht zu finden. Am ersten Tag sollten wir zur Frühbesprechung um 07:35 Uhr im Konferenzraum erscheinen.
Der Arbeitsbeginn war normalerweise um 06:50 Uhr zur Visite. Dafür hat man vor dem Arztzimmer gewartet bis die Ärzte starten und hat sich dann einem Arzt angeschlossen. Bei der Visite hatte man normalerweise keine Aufgabe, sondern ist einfach gefolgt. Um 07:35 Uhr ist dann Frühbesprechung. Dort werden die Röntgenbilder seit dem letzten Nachmittag angesehen, die Aufnahmen besprochen und der OP Plan besprochen. Ab 08:00 Uhr beginnen die ersten OPs. Die Studenten werden teilweise zu den OPs zugeteilt. Zur ersten OP soll man um 08:00 Uhr im Saal sein. Bei den späteren OPs wird man angerufen auf dem PJ-Telefon, wovon es drei Stück gibt. Wenn man nicht im OP eingeteilt ist, zählt es zu den Aufgaben auf Normalstation Viggos zu legen und Blutentnahmen zu machen. Da es einen Blutentnahmedienst gibt und die Stationssekretärinnen morgens Blut abnehmen, sind die Blutentnahmen meistens überschaubar. Besonders Isozimmer, Port- und ZVK-Entnahmen werden nicht vom Blutentnahmedienst gemacht. Sonst kann man in die Notaufnahme gehen und dort mitarbeiten. Auch kann man bei OPs dazugehen, für die man sich interessiert und nicht eingeteilt ist. Ebenso kann man bei den Sprechstunden dabeisein (Dienstag und Donnerstag BG und Kinder, Mittwoch Gelenksprechstunde). Man kann sich aber auch ins PJ-Zimmer zurückziehen und die Zeit absitzen.
Im OP ist die Stimmung meistens gut. Besonders zu PJlern sind sowohl die Ärzte als auch die OTAs freundlich. Untereinander kann es auch mal ruppiger zugehen. Ein häufiges Thema sind fehlende Siebe für Operationen. Die Ärzte sind freundlich, erklären gerne und haben die Arbeitszeiten der PJler meistens im Blick. Abtreten ist meist kein Problem.
PJ-Fortbildung ist dienstags Innere, donnerstags Chirurgie wechselnd Allgemein und Unfall und mittwochs alle zwei Wochen Anästhesie. Innere findet meistens statt. Bei den anderen Fortbildung lohnt es sich vorher nochmal nachzufragen, ob es stattfindet.