Das Tertial in der Geriatrie war mein erstes Tertial und besser hätte ich es mir wirklich nicht vorstellen können. Am ersten Tag wurde ich sehr nett von der Stationssekretärin empfangen und mir wurde die gesamte Klinik gezeigt. Ich habe auch direkt Spind, Namensschild etc. erhalten und wurde jedem vorgestellt.
Das ärztliche Team war total offen und ich konnte immer alle möglichen Fragen stellen. Morgens waren die Blutabnahmen zu erledigen und danach war bis mittags Zeit bei der Visite mitzugehen und eigene Patienten zu betreuen. Es hat mir sehr geholfen zu sehen, worauf Schwerpunkte in der Praxis gesetzt werden und das theoretische Wissen anzuwenden. Es ging z.B. um Medikamente (auch im Sinne der Polymedikation) und deren Standarddosierungen, Laborwerte interpretieren, Handlungsabläufe bei Infektsymptomatik oder Wundversorgung. Meistens handelte es sich dabei um internistische, unfallchirurgische oder neurologische Krankheitsbilder.
Eine Mittagspause war immer mit dem gesamten Team möglich.
Nachmittags wurden dann neue Patienten aufgenommen mit ausführlicher Anamnese, KU und Anordnungen für den Verlauf. Da die Patienten hier 3 Wochen liegen, hat man wesentlich mehr Zeit sich mit der Krankheitsgeschichte, der häuslichen Versorgung und aktuellen Problemen des Patienten zu befassen, was ich sehr schön fand. Arztbriefe durfte ich auch selber verfassen. Sonografie durfte ich auch selber am Patienten üben.
Die Betreuung war wirklich super und am Ende fiel es mir schwer wieder zu gehen. Ich kann die Geriatrie nur jedem empfehlen, denn ich konnte nicht nur von den Ärzten sondern auch von manchen Patienten echt viel für mich persönlich mitnehmen.